Seit März 2008 bin ich Bezirksrat in Gries, meine Familie hat in der
Politik unseres Stadtteiles schon eine lange Tradition. Mein Großvater,
Franz Kovacic, war nach 1945 der erste Bezirksvorsteher in Gries und
zwar für die SPÖ. Für seine Verdienste wurde er sogar zum Bürger der
Stadt Graz ernannt. Mein Vater, Josef Kovacic, übte in den ersten
Monaten nach der Befreiung ein besonders wichtiges Amt in unserer Stadt
aus: Er war Wohnungsstadtrat der KPÖ. Man kann sich vorstellen, was das
in dieser Zeit bedeutet hat.
Ich selbst bin am 18. Juni 1948
geboren und bin seit Geburt in Gries zu Hause. Beruflich war ich als
Angestellter bei der Papierfabrik Arland (eine Zeitlang auch als
Betriebsrat) und nach deren Schließung bei Sappi in Gratkorn tätig.
Seit Oktober 2008 bin ich in Pension.
Es freut mich, dass ich
jetzt mehr Zeit habe, um mich für die Anliegen der Bevölkerung unseres
Bezirkes einzusetzen. Gemeinsam mit meiner Kollegin, Inge Arzon, die
schon seit 1998 zuerst als Bezirksrätin und dann als
Bezirksvorsteherstellverteterin bis heute voll Elan für die Leute da
ist, stelle ich die sozialen Fragen in den Vordergrund.
Mir geht
es dabei vor allem darum, dass die Arbeiter, Angestellten und
Pensionisten nicht vergessen werden. Es gibt viele Leute, denen es
nicht so gut geht. Hier ist Hilfe notwendig.
Das Thema Wohnen
ist bei unserer Stadträtin Elke Kahr in guten Händen. Wenn es Probleme
in diesem Zusammenhang gibt, sind wir gerne bereit, hier Kontakte
herzustellen und Hilfestellung zu leisten.
Gries ist ein Bezirk
mit hohem Ausländeranteil. Die damit zusammenhängenden Fragestellungen
darf man nicht ignorieren. Es geht um soziale Alternativen und nicht um
schablonenhafte Wirtshauspolitik. Hier sind wir alle gefordert, weil
unsere Regeln und Gesetze auch für alle gelten müssen.
Ein
spezielles Anliegen ist für mich das Eintreten für Kinder und
Jugendliche. Die vielen Jahre, in denen ich in der Organisation
Kinderland-Steiermark Jugendarbeit geleistet habe, helfen mir dabei.
Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume, die nur durch das Wohlwollen
der Erwachsenen geschaffen werden können.
Was den Verkehr angeht, bin ich für ein Entflechten der Verkehrsströme und für eine Entlastung der Wohngebiete im Bezirk.
Ich
bin froh, dass es dem Bezirksrat (und zwar allen Fraktionen gemeinsam)
gelungen ist, auch auf Stadt- und Landesebene die Unterstützung für das
Projekt „Gesundes Gries“ zu gewinnen. Das zeigt auch, wie wichtig eine
Initiative wie die Stadtteilinitiative Dengenhof ist. Oft braucht die
etablierte Politik den Anstoß von unten, um positive Veränderungen
durchzusetzen.
Unser Bezirk ist ein guter Ort zum Leben. Das
muss immer wieder gesagt werden, weil manche Leute immer wieder die
Nase über den Bezirk Gries rümpfen. Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft
gemeinsam für unseren Bezirk viel erreichen können. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, bin ich unter der Telefonnummer 0676 7086291 oder per email kovthomasaonat erreichbar.