1,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Österreich erhalten lediglich ca. 6% der Gesundheitsaufwendungen

Kommentar von Gemeinderätin Elke Heinrichs zum alarmierenden Bericht der Österreichischen Kinderliga

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Gemeinderätin Elke Heinrichs ist äußerst besorgt über den Gesundheitszustand unserer Kinder und Jugendlichen.

Damit rangieren wir europaweit im hinteren Feld!

Die Österreichische Kinderliga berichtet mit 10.10.2017 zum Themenschwerpunkt „Seelische Gesundheit“ über die besorgniserregende Situation von Kindern und Jugendlichen und deren psychosozialer Gesundheit in unserem Land:

170.000 Kinder und Jugendliche sind deutlich psychisch erkrankt (depressive Verstimmungen, Angst- Ess- und Zwangsstörungen etc.), lediglich 36.000 unserer jungen PatientInnen erhalten die notwendigen medizinische bzw. therapeutische Behandlungen.

Die Ursachen dafür liegen einmal mehr am Mangel an kassenfinanzierten Therapieplätzen und an den Ressourcen bei Kinder- und Jugendpsychiatrien!

Aus genau diesen Gründen gab es meinerseits u.a. diesbezüglichen Initiativen einen Antrag zur Dringlichen Behandlung im Grazer Gemeinderat vom 22. Sept.2016 - „Situation der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Graz“.

Darin forderte ich auf dem Petitionsweg eine rasche qualitative und quantitative Verbesserung der Versorgung im Bereich KJP unter Einbeziehung der VertreterInnen aller betroffenen und kompetenten Stellen.

Die zukünftige Regierung wird daran zu messen sein, wie rasch sie die längst nötigen Forderungen auf diesem überaus heiklen medizinisch-therapeutischen Terrain zu erfüllen im Stande ist. Es sollte uns und besonders den politisch Hauptverantwortlichen nichts wichtiger sein als die (seelische!) Gesundheit unserer Kinder, damit nicht alle paar Monate die Alarmglocken schrillen müssen!

Ihre Elke Heinrichs

12. Oktober 2017