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GrandiMoos - Moos als Feinstaubkiller

Gemeinderat Christian Sikora hat bei der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag bezüglich einer Evaluierung von Moosfassaden und -teppichen eingebracht.

Begrünte Fassaden werden mit bis zu 40.000,- Euro von der Stadt Graz gefördert. Sie kühlen, senken so die Stromkosten für Kühlgeräte und erzeugen eine angenehme Atmosphäre. Moosfassaden und –teppiche sind darüber hinaus auch echte Feinstaubkiller.

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Eine bemooste Fassade in Paris. Copyright: Donal Mountain

Gemeinderat Christian Sikora verweist auf bereits erfolgreiche Projekte in anderen Großstädten: „Berlin, Stuttgart, Paris oder Amsterdam setzen bereits auf die Entwicklung von großflächigen Mooswänden entlang von besonders stark belasteten Gebieten - und das mit Erfolg!“ So konnte in diesen Städten die Feinstaubbelastung um ein Zigfaches reduziert werden.

Moose sind die Bio-Filter unseres Planeten und ziehen wie eine Magnet schädlichen Feinstaub aus der Luft. Sie fungieren also im Außenbereich als „Feinstaubschlucker“. Ihre Struktur ist jener der menschlichen Lunge nicht unähnlich und ergibt entfaltet eine 30fach vergrößerte Oberfläche und ist damit in der Lage, große Feinstaubmengen zu binden und zu absorbieren. „Dabei werden bis zu 75 Prozent des Feinstaubs vollständig beseitigt, die restlichen 25 Prozent lagern sich im Moospolster ab. Umgerechnet würden 100 Quadratmeter Moos bis zu 35 Tonnen CO2 pro Jahr unschädlich machen“, führt Sikora weiter aus.

Über ein Bewässerungssystem kann sichergestellt werden, dass die Wand ganzjährig für sattes Grün sorgt. Moosteppiche können sowohl vertikal als auch horizontal eingesetzt werden, etwa als Straßenbegleitgrün an besonders im Winter hässlich anmutenden Einfahrtsstraßen sowie auf Straßenbahngleisen und Dächern.

„Entlang der Conrad-von-Hötzendorf-Straße könnte ich mir einen Moosteppich sehr gut vorstellen“, hat Sikora bereits eine konkrete Idee.

Veröffentlicht: 6. Juni 2017

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