KPÖ regt Blindengarten an

Gemeinderätin Elke Heinrichs: „Ein Blindengarten spricht alle Sinne an und schafft eine Atmosphäre der Geborgenheit für Blinde.“

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So könnte der Plan des zukünftigen Blindengartens ausschauen.

Unsere Zeit wird immer schnelllebiger, das Leben in der Stadt immer lauter und im Sommer immer heißer. Es gibt wenig Raum, um sich zu entschleunigen. „Ganz besonders schwer fällt dies Menschen mit einer Sehbehinderung, denn sie müssen mit geschärften Sinnen durch die Straßen gehen, um sich keiner Gefahr auszusetzen“, weiß KPÖ-Gesundheitssprecherin Elke Heinrichs.

Als Möglichkeit, sehbehinderten und blinden Menschen eine Zone zu bieten, wo sie auch einmal außerhalb ihrer vier Wände entspannen können, schlägt Heinrichs die Schaffung eines öffentlichen Blindengartens vor. In diesen Gärten werden alle Sinne, wie Hören, Riechen, Tasten, Schmecken, angesprochen und es wird gleichzeitig eine Atmosphäre der Geborgenheit geschaffen.

Wichtig für die Gestaltung eines solchen Blindengartens wäre, dass die Grünfläche lärmgeschützt ist und reichlich Sitzmöglichkeiten bietet. „Es gibt zahlreiche Beispiele, wie so ein Garten gestaltet werden kann, etwa werden stark duftende Blumen eingesetzt. Leitschienen oder Hecken, an denen sich die Menschen orientieren können, führen zu Bänken und Bäumen“, skizziert Heinrichs einige Elemente eines solchen Gartens. Auch Hochbeete können angelegt werden, um die Natur für blinde oder sehbehinderte Menschen greifbarer zu machen.

Das Modell eines öffentlichen Blindengartens hat sich in anderen Städten bereits bewährt. Namhafte Vorbilder wären unter anderem der Blindengarten Bremen im Stadtteil St. Magnus in Deutschland oder auch der Blindengarten in Bonn.

Heinrichs hofft, dass ihr Antrag im nächsten Gemeinderat erfolgreich ist.

26. April 2018