KPÖ: Gesetz statt „Gütesiegel“ bei 24-Stunden-Betreuung

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Qualitätskriterien bei der 24-Stunden-Betreuung müssen gesetzlich geregelt werden, fordert Pflegestadtrat Robert Krotzer. Ein „Gütesiegel“ hält er für zahnlos.

Als „Armutszeugnis“ und „Kniefall vor den schwarzen Schafen unter den Agenturen“ bezeichnet der Grazer Pflegestadtrat Robert Krotzer (KPÖ) die Pläne von Sozialministerin Hartinger-Klein, lediglich ein Gütesiegel für die 24-Stunden-Betreuung einzuführen. Bereits im Mai hat der Grazer Gemeinderat sich – einstimmig – an den Bundesgesetzgeber gewandt und einheitliche gesetzliche Qualitätskriterien eingefordert.

Darin ist festgehalten:

  1. Mindestausbildungsstandards (analog zu denen, um den Zuschuss des Bundessozialamts zu bekommen) und grundlegende Sprachkenntnisse in der Gewerbeordnung zu verankern,
  2. eine Richtlinie über die Honorare der 24-Stunden-BetreuerInnen zu erlassen, um Lohndumping zu verhindern und
  3. von Agenturen zu verlangen, dass sie zumindest eine Person anstellen, die eine DGKS-Ausbildung absolviert hat, um fachliche Grundkenntnisse auch in den Agenturen zu gewährleisten.

„Schwarze Schafe – und davon gibt es unter den über 800 gemeldeten Agenturen leider nicht wenige – werden ohne gesetzliche Einschränkungen weiter mit Dumping-Preisen versuchen, den Markt aufzurollen“, betont Krotzer. Nur Gesetze können gute Betreuung und faire Arbeitsbedingungen garantieren.
 

13. November 2018