Wochenlang kein Wochengeld - Warten auf Geburtsurkunde bringt Eltern in Bedrängnis

KPÖ-Gemeinderat Luttenberger fordert mehr Personal beim Standesamt.

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Gemeinderat Kurt Luttenberger fordert mehr Personal um die Wartezeit auf das Wochengeld zu verringern.

„Nicht nur mit Megaprojekten kann man die Stimmung der Grazer Bevölkerung heben, manchmal sind es Kleinigkeiten, die Graz zu einer lebenswerten Stadt machen“, spielt Gemeinderat Kurt Luttenberger auf einen sozialen Missstand an. Schon in der Juli-Gemeinderatssitzung macht er auf ein Problem aufmerksam, das einige Grazer Eltern an ihn herangetragen haben: Die verzögerte Auszahlung des Wochengeldes. „Diese Situation bringt AlleinerzieherInnen und Eltern mit niedrigem Einkommen in eine äußerst schwierige Lage. Bis jetzt hat sich da leider noch nichts geändert“, weiß Luttenberger.

 

„Einerseits bietet die Stadt Graz das Service an, dass MitarbeiterInnen der Stadt ins LKH kommen, wo die notwendigen Formulare vor Ort ausgefüllt werden, um frischgebackenen Eltern die Behördengänge zu erleichtern, anderseits kommt es dann zu diesen Verzögerungen, die einer Stadt wie Graz nicht würdig sind“, ärgert sich der KPÖ-Gemeinderat.

 

Das Wochengeld ist eine wichtige soziale Errungenschaft, um Frauen nach der Geburt eines Kindes für acht Wochen materiell einigermaßen abzusichern. Nach Eintrag ins Geburtenregister, konkret beim Standesamt Graz, wird die Geburtsurkunde bei der jeweiligen Krankenkasse eingereicht. Die zahlreichen Geburten in Graz führen allerdings zu bürokratischen Engpässen bei der Bearbeitung. Die aktuelle Wartezeit auf die Geburtsurkunde beträgt laut Auskunft des Standesamtes etwa vier Wochen.

 

„Diese Peinlichkeit hat eine Stadt wie Graz nicht notwendig. Mehr Personal würde diesen Missstand rasch beheben“, so Luttenberger.

23. August 2018