Land muss historische Häuser endlich besser schützen!
Foto: © Alisa Vengerova
Wieder soll eine historisch wichtige Villa in Graz abgerissen werden und einem Neubau weichen, der Investoren Profite bringt. Diesmal geht es um das von Josef Petz geplante, „Hebammenvilla“ genannte Haus in der Grasbergerstraße in Eggenberg. „Das Gebäude mit beträchtlichem kulturhistorischem Wert liegt leider außerhalb der Schutzzone“, weiß KPÖ-Altstadtschutzsprecherin Christine Braunersreuther.
Anrainer:innen haben sich zusammengeschlossen, um den Abbruch zu verhindern. Doch weil die gesetzliche Grundlage fehlt, bleibt der Baubehörde nichts anderes übrig, als die Abbruchbewilligung zu erteilen.
Stadt legt vor, Land wäre am Zug
Bereits 2023 beschloss der Grazer Gemeinderat daher, das Land Steiermark zu substanziellen Änderungen aufzufordern. Braunersreuther hatte beantragt, das Steiermärkische Baugesetz nach der Vorbild Wiens anzupassen. Denn „in anderen Bundesländern ist historischen Bausubstanz wesentlich besser geschützt“, so Braunersreuther. Einzig die FPÖ stimmte im Gemeinderat gegen den Antrag.
Macht Blauschwarz der Baulobby die Mauer?
Vom verbindlichen Grünflächenfaktor, über das erneuerte Stadtentwicklungskonzept, hin zur verschärften Baumschutzverordnung – als Stadt tun wir, was möglich ist, um den Lebensraum gegenüber Investorenplänen zu priorisieren“, betont Braunersreuther: „Hier sehen wir, wie wichtig es ist, dass endlich auch die blauschwarze Landesregierung ins Tun kommt – so sie das überhaupt will. Denn es war allein die FPÖ, die vor drei Jahren gegen besseren Altstadtschutz gestimmt hat. Und die ÖVP hat immer wieder bewiesen, dass sie, wenn es drauf ankommt, der Baulobby die Mauer macht.“
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Veröffentlicht: 8. Februar 2026