Auftrag an Hohensinner: Mittagessen in Pflichtschulen allen ermöglichen!

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„In Graz zeigt sich der Bedarf, dass Eltern die Kinder erst nach dem betreuten Mittagsessen aus der Schule abholen, ohne dass dadurch zwingend eine Anmeldung für die Nachmittagsbetreuung erforderlich ist“, weiß KPÖ-Bildungssprecherin Mina Naghibi.

In Graz haben Eltern, die ihr Kind in einer städtischen Pflichtschule mit getrennter Tagesform anmelden, bisher zwei Möglichkeiten: Entweder ihr Kind wird unmittelbar nach dem Regelunterricht entlassen oder sie melden ihr Kind zur Nachmittagsbetreuung an, im Rahmen dessen die Kinder ein Mittagsessen bekommen.

„In der alltäglichen Praxis vieler Grazer Familien zeigt sich jedoch ein zusätzlicher Bedarf – nämlich die Möglichkeit, dass Eltern die Kinder nach dem betreuten Mittagsessen abholen können, ohne dass dadurch zwingend eine Anmeldung für die restliche Betreuungszeit erforderlich ist“, weiß KPÖ-Bildungssprecherin Mina Naghibi.

Ein solches Modell existiert in Graz bereits an einer Schule und wird dort von der städtischen Tagesbetreuung abgewickelt. Dabei ist es möglich, Schüler:innen ausschließlich zur betreuten Mittagsverpflegung anzumelden und sie anschließend abzuholen. Ebenso besteht dort die Möglichkeit von Mischformen, bei denen Schüler:innen je nach Bedarf an einzelnen Tagen die gesamte Nachmittagsbetreuung besuchen und an anderen Tagen nur am betreuten Mittagessen teilnehmen.

„Dieses bestehende Beispiel zeigt, dass eine flexiblere Gestaltung grundsätzlich möglich ist und bereits in der Praxis funktioniert. Gleichzeitig besteht bei vielen Grazer Familien der Wunsch, diese Option breiter zugänglich zu machen und das bestehende Modell entsprechend auszuweiten“, so Naghibi.

Im Gemeinderat ersuchte sie daher Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP), ein Modell zu erarbeiten, das dies kostenneutral ermöglicht. Ihr Antrag wurde einstimmig angenommen.

Veröffentlicht: 16. März 2026