Elementarpädagogik auf Liste der Mangelberufe setzen!

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Elementarpädagog:innen ohne EU-Staatsbürgerschaft, erhalten in der Steiermark derzeit kein Arbeitsvisum, kritisiert KPÖ-Gemeinderätin Mina Naghibi. Der Grund: die elementarpädagogischen Berufe werden derzeit nicht auf der bundesweiten Liste der Mangelberufe geführt. (Foto: Julia Prassl)

Schlechte Rahmenbedingungen haben zu einem drastischen Personalmangel in der Elementarpädagogik geführt. Bereits seit mehreren Jahren sieht man, dass nicht alle, die eine Ausbildung absolvieren, auch tatsächlich diesen Beruf ergreifen.

Bei Kollegabsolvent:innen ist der Anteil der Berufseinsteiger:innen zwar höher, aber „weil einige von ihnen keine EU-Staatsbürgerschaft haben, können sie einen Job derzeit nur in Salzburg oder Wien antreten – nicht aber in der Steiermark oder in Graz, denn sie erhalten hier kein Arbeitsvisum. Der Grund: die elementarpädagogischen Berufe werden derzeit nicht auf der bundesweiten Liste der Mangelberufe geführt“, sagt KPÖ-Gemeinderätin Mina Naghibi.

Die Folge ist, dass Kolleg-Absolvent:innen ohne EU-Staatsbürgerschaft nach Wien gezogen sind, um dort unter teils noch schlechteren Rahmenbedingungen als in der Steiermark zu arbeiten.

„Es ist bitter und ungerecht, wenn Elementarpädagog:innen die Entscheidung, wo sie arbeiten wollen, einzig davon abhängig machen müssen, ob sie im jeweiligen Bundesland ein Arbeitsvisum bekommen können oder nicht“, sagt Naghibi. Sie fordert daher, dass der Beruf auf die bundesweite Liste der Mangelberufe 2024 aufgenommen wird. Ihr dringlicher Antrag im Gemeinderat wurde mit den Stimmen von KPÖ, ÖVP, Grünen, SPÖ und NEOS angenommen. 
 

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Veröffentlicht: 22. September 2023