Elke Kahr als Grazer Bürgermeisterin angelobt

2026-08-27-Sahar-Mohsenzada-Elke-Kahr.jpg
Klubobfrau Sahar Mohsenzada gratuliert Elke Kahr zur Wiederwahl als Bürgermeisterin der Stadt Graz.

Mit 40 von 48 Stimmen wurde die Kommunistin Elke Kahr heute zum zweiten Mal vom Gemeinderat zur Bürgermeisterin von Graz gewählt. Mit einem Plus von 6,86 Prozent hatte die KPÖ bei der Kommunalwahl am 28. Juni ein historisches Ergebnis von 35,7 Prozent erreicht. Über den Sommer hatten sich KPÖ und Grüne auf die Fortsetzung des Grazer Weges und eine Koalition mit dem Motto „Für ein Graz, das zusammenhält“ geeinigt.


Sozial, gemeinwohlorientiert, umweltgerecht

„Die Sicherung der Daseinsvorsorge im Interesse der Bevölkerung, das ist die große Aufgabe der kommenden Jahre. Auch für diese schwierige Aufgabe wollen wir an unserem Kompass einer sozialen, gemeinwohlorientierten, umweltgerechten und damit lebenswerten Entwicklung der Stadt Graz festhalten“, so Kahr in ihrer Antrittsrede.
 

Finanzielle Situation als zentrale Herausforderung

Wie viele Städte und Gemeinden in Österreich steht auch Graz durch Teuerung, schwache Konjunktur, steigende Kosten und wachsende Pflichtausgaben unter erheblichem Druck. Strukturelle Ungerechtigkeiten durch den Finanzausgleich sowie zusätzliche finanzielle Belastungen durch Entscheidungen und Kürzungen auf Bundes- und Landesebene treffen die Stadt hart.

Die finanzielle Situation wird zur zentralen Herausforderung der kommenden Jahre. Die KPÖ wird die Stabilisierung des Haushalts aber anders in Angriff nehmen als andere. „Wir wollen und werden nicht den Weg von Privatisierungen und des Verkaufs öffentlichen Eigentums gehen, wie das in anderen Städten passiert“, betonte Kahr. Einmal mehr unterstrich Kahr, das Selbstverständnis der KPÖ: „Wenn man die Sachen nur global und vom Schreibtisch anschaut, dann vergisst man, wie die eine oder andere Maßnahme die Menschen in ihrem täglichen Leben trifft. Deshalb werden wir unseren Blick von unten auch in schwierigen Zeiten nicht verlieren.“

KPÖ und Grüne setzen Grazer Weg fort

21-08-26 Nach der Ge­mein­de­rats­wahl im Ju­ni ha­ben KPÖ und Grü­ne ih­re Koa­li­ti­ons­ve­r­ein­ba­rung für die kom­men­den fünf Jah­re prä­sen­tiert. Im Mit­tel­punkt ste­hen sta­bi­le Fi­nan­zen, die Ab­si­che­rung der Da­s­eins­vor­sor­ge, not­wen­di­ge In­ves­ti­tio­nen und die Fort­set­zung des Gra­zer Wegs für ei­ne le­bens­wer­te Stadt für al­le.

Elke Kahr: "Schließe Verkauf von Gemeindewohnungen aus"

19-08-26 „Ei­nen Teil da­von ver­klop­fe ich…“, mit die­sen Wor­ten hat ein ho­her Wie­ner SP-Funk­tio­när laut über den mög­li­chen Ver­kauf von fast der Hälf­te der 220.000 Wie­ner Ge­mein­de­woh­nun­gen nach­ge­dacht. „Das ist ein Schlag ins Herz der SPÖ-Wi­en. In der Stei­er­mark hat die SPÖ…

KPÖ und Grüne gehen in vertiefte Koalitionsverhandlungen

16-07-26 El­ke Kahr will „Ver­hand­lun­gen zü­g­ig aber oh­ne Zeit­druck füh­r­en“. Mit ei­ner kla­ren Ori­en­tie­rung am Ge­mein­wohl soll Graz so ge­stal­tet wer­den, dass ein gu­tes Zu­sam­men­le­ben höchs­ten Stel­len­wert hat – auch als Ge­gen­ent­wurf zu po­li­ti­schen An­sät­zen, die Men­schen ge­gen­ein­an­der aus­spie­len.

Veröffentlicht: 27. August 2026