Elke Kahr kritisiert faktische Pensionskürzungen im Regierungsbudget
Die Bundesregierung hat die Eckpunkte des Doppelbudget 2027/28 präsentiert. Einsparungen von insgesamt 5,1 Milliarden Euro sind geplant. Wieder einmal sollen die Pensionistinnen und Pensionisten einen Großteil der Last tragen. Für die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr ist das ein unsozialer Schlag gegen die ältere Generation.
„Die Bundesregierung plant, die Pensionen 2027 und 2028 jeweils um ein Viertelprozent unter der Inflation anzupassen. Das bringt dem Budget zwar 550 Millionen Euro, für die betroffenen Menschen bedeutet es aber einen neuerlichen Kaufkraftverlust“, so Kahr. „Viele Pensionistinnen und Pensionisten beziehen nur kleine Pensionen und leiden jetzt schon massiv unter der Teuerung. Jetzt will die Regierung noch weiter kürzen. Das ist unsozial und ungerecht.“
Pensionisten bereits mehrfach zur Kasse gebeten
Kahr erinnert daran, dass die ältere Generation bereits in der Vergangenheit immer wieder zur Budgetsanierung herangezogen wurde: „Erst wurde der Krankenversicherungsbeitrag für Pensionisten von 5,1 auf sechs Prozent erhöht, dazu kamen höhere Kosten für Medikamente, E-Card und Fahrtendienste. Laut Budgetdienst haben die Pensionistinnen und Pensionisten in dieser Legislaturperiode bereits 8,4 Milliarden Euro fürs Budget beigetragen. Das ist ein Mammut-Beitrag, den keine andere Gruppe in diesem Ausmaß getragen hat.“
„Die Bundesregierung wählt den bequemsten, aber unfairsten Weg, um ihr Budgetloch zu stopfen. Die Pensionistinnen und Pensionisten haben das Loch nicht verursacht. Sie sollen es aber schon wieder ausbaden“, so Kahr abschließend.
Veröffentlicht: 30. April 2026