Graz beschließt mehrjährige Kulturförderungen

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Viele Einrichtungen, vor allem aus der freien Szene, erhalten durch diese Beschlüsse etwas mehr Budget. „Aber“, so KPÖ-Kultursprecherin Sahar Mohsenzada, „wir wissen: Für viele ist das noch immer ein Kampf ums Überleben – gerade nach Absagen und Kürzungen durch das Land Steiermark.“

Fördervereinbarungen in Höhe von 14.286.300 Euro, gleichmäßig verteilt auf drei Jahre – also 4.762.100 Euro pro Jahr hat der Grazer Gemeinderat heute mit breiter Mehrheit, nur gegen die Stimmen von FPÖ und KFG beschlossen. Diese Mittel sind im bereits beschlossenen Budget 2026 sowie in der Mittelfristplanung für 2027 und 2028 des Kulturamts abgedeckt.

KPÖ-Klubobfrau und Kultursprecherin Sahar Mohsenzada hob den Auswahlprozess hervor, der „gründlich, nachvollziehbar und transparent“ war. Von 89 eingereichten Anträgen wurden 81 nach intensiver Prüfung durch interdisziplinäre Fachbeiräte zur Förderung empfohlen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Graz-Bezug, Diversität, Geschlechtergerechtigkeit und niederschwellige Kulturzugänge gelegt.
 

„Kultur ist kein Luxus, sondern essenzielle Säule“

„Kultur ist kein Luxus. Kultur ist eine essenzielle Säule unseres gesellschaftlichen Lebens. Sie schafft Identität, stiftet Gemeinschaft und hält unsere Stadt lebendig“, so Mohsenzada.

Besonders hob sie „die gute und offene Zusammenarbeit des Kulturamts mit den Kulturschaffenden“, hervor. „Dieser Austausch auf Augenhöhe ist keine Selbstverständlichkeit – aber er ist entscheidend, wenn wir Kulturpolitik nicht über, sondern mit den Menschen gestalten wollen. An dieser Herangehens- und Arbeitsweise können sich andere Fördergeber ein Beispiel nehmen“, so die Kommunistin.

Viele Einrichtungen, vor allem aus der freien Szene, erhalten durch diese Beschlüsse etwas mehr Budget. „Aber“, so Mohsenzada, „wir wissen: Für viele ist das noch immer ein Kampf ums Überleben – gerade nach Absagen und Kürzungen durch das Land Steiermark. Aber die Stadt Graz sendet mit diesem Beschluss ein klares Signal: Wir stehen zu unserer Kulturlandschaft“.

 

 

 

 

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Veröffentlicht: 13. November 2025