Finanzausgleich: So ungerecht wird Graz behandelt

2023-12-14-Katzensteiner-Budget-2024-cAlisa-Vengerova_web.jpg
„Die historisch gewachsene Benachteiligung der steirischen Städte und Gemeinden muss beendet werden, statt sie fortzuschreiben“, forderte Daniela Gamsjäger-Katzensteiner im Grazer Gemeinderat, der den Beschluss schließlich einstimmig fasste.

„366 Euro pro Jahr ist eine Grazerin oder ein Grazer der Bundesregierung weniger wert als eine Salzburgerin oder ein Innsbrucker“, bringt KPÖ-Finanzsprecherin Daniela Gamsjäger-Katzensteiner die Ungerechtigkeit des Finanzausgleichs auf den Punkt: „Ein Missstand, der die Grazer Stadtfinanzen schon viele Perioden belastet.“
 

Die Zahlen

Graz erhält in diesem Jahr 484.539.300 Euro bei 307.912 Hauptwohnsitzen aus den Mitteln des Finanzausgleichs – das ergibt 1573,62 Euro pro Kopf.
Salzburg bekommt 308.000.000 Euro bei 158.772 Hauptwohnsitzen (1939,88 Euro pro Kopf), Innsbruck 258.797.900 Euro bei 133.491 Hauptwohnsitzen (1938,69 pro Kopf).

110 Millionen Euro hätte die steirische Landeshauptstadt mehr zur Verfügung, wenn sie gleich behandelt würde wie die Landeshauptstädte im Westen Österreichs.
 

Grazer Gemeinderat ist sich einig

„Wir alle haben in Graz noch viel vor – sei es im Bereich des leistbaren, kommunalen Wohnbaus, im Bereich der Pflege und Gesundheitsversorgung, im Ausbau der Öffis, in der Kultur und im Bereich der Kinderbildung- und Betreuung“, appellierte Gamsjäger-Katzensteiner in der gestrigen Gemeinderatssitzung für einen parteiübergreifenden Schulterschluss.

Einstimmig wurde dann beschlossen, dass sich die Stadt Graz den Forderungen der Landesgruppe Steiermark des Österreichischen Städtebundes, des Gemeindebundes Steiermark sowie der Steiermärkischen Landesregierung anschließt. So besteht Einigkeit darin, dass der Bundesgesetzgeber künftige Finanzausgleichsregelungen nur dann beschließen soll, „wenn diese die historisch gewachsene Benachteiligung der steirischen Städte und Gemeinden beendet wird, statt sie fortzuschreiben“.

 

 

JETZT MITMACHEN BEI DER KPÖ!

Gemeinden in budgetärer Bedrängnis: Das sind die Vorschläge der KPÖ

02-07-24 KPÖ-LAbg. Wer­ner Murgg: „In vie­len stei­ri­schen Ge­mein­den kracht es schon ge­wal­tig. Bund und Land müs­sen die Kom­mu­nen in die­ser schwie­ri­gen Si­tua­ti­on un­ter­stüt­zen und ent­las­ten, um ih­re lau­fen­den Kos­ten de­cken und sinn­vol­le In­ves­ti­tio­nen tä­ti­gen zu kön­nen.“

ÖVP-Vorschlag ist Gefahr für Gemeindebudgets

25-02-23 An der Grun­d­er­werbs­steu­er zu rüt­teln, be­güns­tigt vor al­lem Rei­che und bräch­te oh­ne­hin schon klam­me Ge­mein­de-Fi­nan­zen in zu­sätz­li­che Schwie­rig­kei­ten, warnt die Gra­zer KPÖ-Fi­nanz­sp­re­che­rin Da­nie­la Kat­zen­stei­ner.

Veröffentlicht: 13. Februar 2026