Pflege: Druck von unten zeigt erste Wirkung!

Bereits vor vier Jahren kündigte die damalige Bundesregierung eine Pflegereform an. Schon damals waren Verbesserungen dringend notwendig. Erst fünf Minister und zahlreiche Protestaktionen später ringt sich die türkis-grüne Bundesregierung nach massivem Druck zur Ankündigung durch, eine Milliarde Euro zusätzlich in die Pflege zu investieren. Das ist zu begrüßen, kann aber angesichts des jahrelangen Reformstaus nur ein erster Schritt sein.

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„Endlich reagiert die Regierung und kündigt erste dringend notwendige Verbesserungen an. Nun braucht es eine rasche Umsetzung", sagt Robert Krotzer. (Foto: Julia Prassl/KPÖ)

„Die vergangenen Jahre haben die Pflege-Krise offen zu Tage treten lassen und verdeutlicht, welch hohen Wert die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich für die Gesellschaft haben“, so der Grazer Gesundheits- und Pflegestadtrat Robert Krotzer. Dieser hohe Wert wurde von den politisch Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene vielfach ignoriert und mit leeren Worten abgespeist. Die Folgen sind bekannt: In den langen Jahren leerer Versprechungen haben tausende Beschäftige dem Pflegeberuf den Rücken zugekehrt.

Viele tausend Beschäftigte aber ließen sich trotz aller Rückschläge nicht unterkriegen. Sie haben immer wieder ihre Stimme erhoben, um auf der Straße und im Betrieb Druck für bessere Rahmenbedingungen für die Pflege zu machen. Dieser Druck ist nun angekommen und zeigt erste Wirkung!

„Endlich reagiert die Regierung und kündigt erste dringend notwendige Verbesserungen an. Nun braucht es eine rasche Umsetzung. Der Druck von unten durch die Beschäftigten und aus der Bevölkerung darf nicht nachlassen. Nur so werden die Stimmen der Betroffenen gehört,“ so Krotzer.

Graz fordert: Keine Verschlechterung des Pflegeschlüssels!

23-01-26 Die Lan­des­re­gie­rung plant ei­ne Kür­zung des Per­so­nal­schlüs­sels in Pf­le­ge­wohn­hei­men. Al­lein in Graz wä­ren rund 2.400 Heim­be­woh­ner:in­nen von ei­ner sol­chen Kür­zung di­rekt be­trof­fen. Als Pf­le­ge­wohn­heim­be­t­rei­be­rin trägt die Stadt Graz hier ei­ne be­son­de­re Ver­ant­wor­tung, denn sie ist der öf­f­ent­li­chen Da­s­eins­vor­sor­ge verpf­lich­tet –…

»Schutz des Grazer Trinkwassers muss oberste Priorität haben!«

23-01-26 Im De­zem­ber stell­te KPÖ-Ge­mein­de­rä­tin Mi­riam Her­lics­ka im Ge­mein­de­rat ei­nen An­trag, der die Si­cher­heit des Gra­zer Trink­was­sers in Zu­sam­men­hang mit dem ge­plan­ten Mur­kraft­werk in St­ü­bing zum In­halt hat­te. Wie sich her­aus­s­tell­te zur rech­ten Zeit.   

SWÖ: KPÖ unterstützt gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen

21-01-26 Am 26. Jän­ner star­tet die fünf­te Ver­hand­lungs­run­de für die Kol­lek­tiv­ver­trä­ge der So­zial­wirt­schaft Ös­t­er­reich. In Vor­be­rei­tung dar­auf fin­det zur Stun­de in Graz ei­ne Be­triebs­rä­te-Kon­fe­renz statt. Mit da­bei KPÖ-Ge­mein­de­rat Phi­l­ipp Ul­rich, selbst Be­hin­der­ten­be­t­reu­er/Pf­le­geas­sis­tent und Be­triebs­rat bei Le­bens­Groß.

Veröffentlicht: 13. Mai 2022