Rechenschmäh beim SWÖ-Abschluss

KPÖ: »Kein Grund zur Freude«

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„Dieser Abschluss ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die in diesem Bereich arbeiten und sich in den letzten Wochen für bessere Löhne engagiert haben. Die Kolleginnen und Kollegen waren streikbereit, wurden aber vom Verhandlungsteam im Stich gelassen“, sagt Philipp Ulrich.
Foto: © KPÖ Graz

Große Ernüchterung in der Sozialwirtschaft: Nach vier Verhandlungsrunden und ersten betrieblichen Kampfmaßnahmen, wollte man sich nicht mit einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung unter 4 Prozent abspeisen lassen – so zumindest noch der Tenor bei der Betriebsrät:innen Konferenz letzte Woche in Graz.

Am Ende der fünften Verhandlungsrunde steht aber ein Abschluss, der bei vielen Beschäftigten für Verständnislosigkeit sorgt. KPÖ-Gemeinderat Philipp Ulrich, selbst Behindertenbetreuer/Pflegeassistent und Betriebsrat bei LebensGroß: „Dieser Abschluss ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die in diesem Bereich arbeiten und sich in den letzten Wochen für bessere Löhne engagiert haben. Die Kolleginnen und Kollegen waren streikbereit, wurden aber vom Verhandlungsteam im Stich gelassen.“

 

Abschluss bedeutet Reallohnverlust

Verkauft wird der Abschluss mit einem Gehaltsplus von 2,6 Prozent. „Das ist ein Rechenschmäh, denn tatsächlich gilt der neue Kollektivvertrag erst ab April. Real sind es also nur 1,95 Prozent für 2026“, kritisiert Ulrich.

Für 2027 wurde eine Lohnerhöhung zwischen 2,3 und 2,5 Prozent beschlossen, unabhängig davon wie hoch die Inflation dann sein wird. „Es ist also davon auszugehen, dass die Branche wieder einmal einen Reallohnverlust hinnehmen muss“, sagt Ulrich.

„Das einzig Positive an diesem Abschluss ist, dass immerhin ein Drittel des Verhandlungsteams dagegen gestimmt hat. Es braucht mehr von diesen kritischen Kolleginnen und Kollegen in den Betriebsräten, damit sich die Arbeitssituation in der Sozialwirtschaft verbessern kann“, schließt Ulrich.

 

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Veröffentlicht: 27. Januar 2026