Unfair: Im Verkehrsverbund wird Graz ungleich behandelt

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Manfred Eber stellt sich gegen die unfaire Behandlung der Stadt Graz durch das Land.
Foto: © Julia Prassl

Inmitten der jährlichen Tarifdiskussionen für den öffentlichen Verkehr in der Steiermark steht die Stadt Graz vehement für eine faire Behandlung und gerechte Abgeltung seitens des Landes ein. Der unter den 36 verschiedenen Mitgliedern des Verkehrsverbunds Steiermark ausgearbeiteten Tarifvorschlag sieht u.a. eine Anhebung des Klimatickets auf 519,- Euro und eine leichte Erhöhung der Stundenkarte um 3,33 Prozent (von 3,- auf 3,10 Euro) vor. Mit dieser Grundlage verhandelt der Verkehrsverbund Steiermark mit dem Land Steiermark.

Finanzstadtrat Manfred Eber betont: "Wir hätten uns grundsätzlich gewünscht, dass der Preis für das Klimaticket oder der Stundenkarte auf dem Niveau des Vorjahres bleibt. Angesichts der Preissteigerungen bei Strom, Treibstoff und Personal wäre der neu vorgeschlagene Preis des Klimatickets von 499 Euro ein gangbarer Mittelweg. Es ist aber nicht akzeptabel, dass die Stadt Graz bei der Abgeltung durch das Land Steiermark im Vergleich zu anderen Verkehrsbetrieben benachteiligt wird.“ Dies ist der Knackpunkt, an dem die aktuellen Verhandlungen ins Stocken geraten.

Das Land kommt den Mürztaler und Leobner Verkehrsbetrieben finanziell entgegen. Auch mit der ÖBB wird über eine zusätzliche Abgeltung verhandelt. „Wir streben hier eine faire und gleiche Behandlung an. Täglich befördern wir in Graz rund 300.000 Menschen aus der ganzen Steiermark. Der Erfolg des Klimatickets Steiermark hängt maßgeblich von Graz ab, da die Hälfte der rund 80.000 Tickets in der Steiermark von Grazerinnen und Grazern gekauft werden. Wir unterstüzten den Klimaticket-Kauf auch mit 100 Euro“, so Eber. 

Neben der Forderung nach fairer Behandlung, hat Finanzstadtrat Manfred Eber Landeshauptmannstellvertreter Anton Lang zwei alternative Kooperationsvorschläge unterbreitet: eine Kofinanzierung der neuen Straßenbahnen oder andere gemeinsame Finanzierungsprojekte im Öffentlichen Verkehr in Graz, die vor dem Hintergrund der wachsenden Fahrgastzahlen im Zusammenhang mit der Koralmtunnel-Verbindung nach Kärnten und der S-Bahn-Verdichtung notwendig sind.

In einem Wahljahr für das Land Steiermark ist die Frage der Tarifgestaltung von besonderem öffentlichem Interesse. Die Stadt Graz und die Holding Graz setzen sich auch weiterhin für eine transparente Diskussion und gerechte Lösungen ein.

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