Elke Kahr: „Verkauf des Ries-Heims wäre ein Riesen-Fehler!“

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„Mit dem Verkauf des Riesheims durch die Landesregierung geht in der Steiermark eine ganz wichtige Einrichtung verloren. Dabei sollte das Land stolz sein, selbst ein Studierendenheim zu betreiben. Damit wird auch jungen Menschen, deren Eltern über keine hohen Einkommen verfügen, ein Studium ermöglicht“, sagt Bürgermeisterin Elke Kahr.
Foto: © Foto Gasser

Im Sommer 2025 wurde bekannt, dass das Land Steiermark die Schließung des Studierendenheims Graz Ries in der Billrothgasse plant. Nun verdichten sich die Hinweise, dass die Landesregierung bereits übereingekommen ist, das Haus zu verkaufen. Es bietet ca. 100 Studierenden – auch im Vergleich mit anderen Heimen – erschwingliche Wohnungen für die Zeit des Studiums an. Plätze, die angesichts hoher Wohnkosten dringend benötigt werden.

Studierendenheime sind wichtige Einrichtungen. Graz als über die Grenzen der Steiermark hinaus bedeutender Universitäts- und Hochschulstandort braucht nicht zuletzt wegen des deutlichen Bevölkerungszuwachses in den letzten Jahren leistbare Wohnungen für Studierende. Der ökonomische Druck auf junge Menschen ist stark gestiegen, wodurch eine volle Konzentration auf das Studium in vielen Fällen durch eine Vielzahl von Nebenjobs erschwert wird. Studierendenheime bieten auch die Möglichkeit, schnell in einer neuen Stadt Fuß zu fassen und soziale Kontakte zu knüpfen.

Bürgermeisterin Elke Kahr: „Mit dem Verkauf des Riesheims durch die Landesregierung geht in der Steiermark eine ganz wichtige Einrichtung verloren. Dabei sollte das Land stolz sein, selbst ein Studierendenheim zu betreiben. Damit wird auch jungen Menschen, deren Eltern über keine hohen Einkommen verfügen, ein Studium ermöglicht. Alle Ausbildungen und Berufe sind für das Funktionieren der Gesellschaft wichtig, und niemand sollte aus finanziellen Gründen davon ausgeschlossen sein, die passende Ausbildung zu wählen. Ich appelliere daher an die Landesregierung, das Heim nicht aus der Hand zu geben.“

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Veröffentlicht: 8. Januar 2026