Warum der SWÖ-Abschluss kein Grund zur Freude ist

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Dass 0,4 Prozent bei den Lohnverhandlungen im Sozialbereich „den Unterschied zwischen Arbeitskampf und Feierlaune“ ausmachen, kritisiert KPÖ-Inklusionssprecher Philipp Ulrich. (Foto: Julia Prassl)

Während die Verhandlungen zur Herbstlohnrunde bei den Metallern und im Handel noch immer hart geführt werden, ist es in der Sozialwirtschaft in der Nacht auf heute nun doch zu einem Abschluss gekommen. Beim Arbeitgeberangebot von 8,8 Prozent standen die Zeichen in der Branche noch auf Streik – am Ende gibt man sich mit einer Lohnerhöhung 9,2 Prozent zufrieden.

Dass 0,4 Prozent „den Unterschied zwischen Arbeitskampf und Feierlaune“ ausmachen, kritisiert KPÖ-Inklusionssprecher Philipp Ulrich. Er arbeitet bei LebensGroß als Behindertenbetreuer und Pfleger: „Im chronisch unterbezahlten Sozial- und Pflegebereich haben sich die Beschäftigten gemeinsam mit der Gewerkschaft für eine Lohnerhöhung von 15 Prozent ausgesprochen. Als das Angebot von 8,8 Prozent seitens der Arbeitgeber zurückgewiesen wurde, hat man kämpferisch einen Streikbeschluss eingeholt. Warum nun bei 9,2 Prozent abgeschlossen wurde, kann niemand innerhalb der Berufsgruppen nachvollziehen. So wird diese wichtige Arbeit am Menschen weiterhin kaputtgespart und bietet wenig Anreize für junge Menschen diese Berufe zu ergreifen.“

 

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28. November 2023