KPÖ fordert: Erhöhung der Richtwert-Mieten aussetzen

Christine-web.jpg
Christine Braunersreuther hat im Gemeinderat das Aussetzen der Indexierung als Sofortmaßnahme sowie nachvollziehbare Mietobergrenzen und die Abschaffung der Befristung von Mietverträgen vom Bund gefordert. (Foto: Julia Prassl)

Mehr als 750.000 Menschen in rund 376.000 Wohnungen wären betroffen: Wenn die Bundesregierung nicht einlenkt, steigen die Richtwertmieten am 1. April um 8,6 Prozent. Die KPÖ unterstützt daher die Forderung von Arbeiterkammer und Mieterschutzinitiativen, dagegen etwas zu unternehmen.

Mit 8,49 Euro pro Quadratmeter und Monat zählt die Steiermark ohnehin schon zu den teuersten Bundesländern. In Wien sind es nur 6,15 und in Kärnten nur 6,15 Euro.

 

Umfassende Mietrechtsreform als Gebot der Stunde

„Die Wohnkosten stellten schon bisher für viele Menschen eine hohe Belastung dar. Diese Situation wurde in den letzten zwei Jahren durch die hohe Inflation und die Teuerungen u.a. im Energiebereich noch einmal drastisch verschärft“, betonte KPÖ-Klubobfrau Christine Braunersreuther in ihrem Dringlichen Antrag, der im Jänner mit den Stimmen von KPÖ, Grünen, SPÖ und (Korruptions-) Freien angenommen wurde – nur ÖVP, NEOS und FPÖ stimmten dagegen. Darin verlangt Graz das Aussetzen der Indexierung als Sofortmaßnahme sowie nachvollziehbare Mietobergrenzen und die Abschaffung der Befristung von Mietverträgen.

 

Mieter:innen trauen sich oft nicht, Rechte einzufordern

Mieter:innen von Altbau-Wohnungen könnten theoretisch ihre Miete entsprechend dem Richtwertmietensatz gerichtlich durchsetzen. Praktisch trauen sich viele Mieter:innen das jedoch nicht zu tun, weil die meisten Mietverträge befristet sind und eine Verlängerung des Mietvertrages nach einer solchen Klage unrealistisch ist.

In allen Wohnungen mit freier Mietzinsbildung (frei finanzierte Neubauten) gibt es diese Möglichkeit nicht. Hier kann der Vermieter entsprechend der vereinbarten Indexklausel erhöhen. So können die Mieten mehrmals im Jahr teurer werden. So ganz aktuell in einem Grazer Wohnobjekt in Gösting, wo die Miete im letzten Jahr mehrmals wertgesichert wurde, so dass konkret die Miete für eine 72 m2-Wohnung jetzt netto 1.080 Euro beträgt. Netto heißt: ohne Betriebskosten und Heizung. Schließt man Betriebs- und Heizkosten mit ein, bedeutet dies eine Gesamtbelastung von knapp 1.600 Euro – ein Betrag, den viele Menschen noch nicht einmal verdienen.

„Daher ist es jetzt höchste Zeit, mit wirksamen Maßnahmen dem Mietwucher zu begegnen“ so die KPÖ-Klubobfrau.

Wahlkampfabschluss der KPÖ Graz

26-06-26 „Wir ha­ben ver­spro­chen, auf der Sei­te je­ner zu ste­hen, die es sich nicht rich­ten kön­nen. Die­ses Ver­sp­re­chen ha­ben wir ge­hal­ten. Wir ha­ben un­ser so­zia­les Ge­sicht auch als be­stim­men­de Re­gie­rung­s­par­tei be­wahrt und un­se­re Tü­ren für die An­lie­gen der Gra­ze­rin­nen und Gra­zer…

Gemeinderat: KPÖ fordert Hitze-Kataster für Grazer Schulen

25-06-26 „Ge­ra­de weil Kin­der und Ju­gend­li­che ei­nen gro­ßen Teil ih­res Ta­ges in Schu­len ver­brin­gen, ist ein wirk­sa­mer Schutz vor Hit­ze auch ei­ne Fra­ge der Ge­sund­heits­vor­sor­ge und der Chan­cen­ge­rech­tig­keit. Wir wis­sen heu­te sehr ge­nau, wel­che Stra­ßen und Plät­ze im Som­mer be­son­ders heiß…

KPÖ wirkt: Podiumsdiskussion Inklusion findet statt

03-06-26 Im April ha­t K­PÖ-In­k­lu­si­ons­sp­re­cher Phi­l­ipp Ul­rich im Ge­mein­de­rat ei­ne Po­di­ums­dis­kus­si­on an­ge­regt, bei der Men­schen mit und auch oh­ne Be­hin­de­run­gen al­les über die In­k­lu­si­ons­zie­le der wahl­wer­ben­den Par­tei­en er­fah­ren kön­nen. Die­se wird nun am 8. Ju­ni statt­fin­den.

Veröffentlicht: 23. Februar 2023