Hamburger Referendum: Nein zu Olympia – Graz blieben Winterspiele 2026 erspart
Gestern fand in Hamburg, der zweitgrößten Stadt Deutschlands, ein Referendum über eine Bewerbung für Olympische Spiele statt. 54,9 Prozent sprachen sich dagegen aus. Die Bewerbung muss nun zurückgezogen werden.
Foto: © Viktoria Dinius
Vor acht Jahren wollten ÖVP und FPÖ in Graz eine Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2026 in Graz und Schladming durchsetzen. Mit über 11.000 Unterschriften in Graz hat die KPÖ eine Volksbefragung durchgesetzt. Diese musste jedoch nicht durchgeführt werden, weil der Druck so groß war, dass das ÖOC seine Unterstützung für die Pläne überdachte.
„Auch die Entscheidung der Hamburger Bevölkerung zeigt, dass unsere Warnungen berechtigt waren“, betont Daniela Gamsjäger-Katzensteiner, KPÖ-Finanzsprecherin im Grazer Gemeinderat. „Laut einer Machbarkeitsstudie hätten die Spiele in Graz mindestens 1,1 Milliarden Euro gekostet. Erfahrungswerte aus anderen Olympia-Städten zeigen aber, dass die vorab errechneten Kosten um durchschnittlich 179 Prozent überschritten werden“, erinnert Gamsjäger-Katzensteiner.
Warnung vor Luftschlössern im Wahlkampf
Gerade jetzt vor den Gemeinderatswahlen werden oft große Pläne gesponnen, deren Finanzierung unklar ist, so die KPÖ-Gemeinderätin. Österreichs Städte und Gemeinden haben finanzielle Schwierigkeiten.
„Statt Luftschlösser zu bauen, muss im Mittelpunkt stehen, was allen Menschen zugutekommt. Es geht um leistbare Wohnungen, Kindergärten, Schulen, Gesundheits- und Pflegeangebote, aber auch Grünraum, Sport- , Kultur- und Freizeitangebote“, betont die Kommunistin.
Veröffentlicht: 1. Juni 2026