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1. Mai: KPÖ gegen 12-Stunden-Tag und Hypo-Haftung

Elke Kahr: „Es zählen nur Profite. Alles andere ist für das Kapital zweitrangig.“

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„Der 1. Mai hat als Kampf­tag der arbeitenden Menschen seinen Sinn und seinen Zweck nicht verloren. Das wollen uns nur manche Leute einreden. Der 1. Mai ist nämlich 1890 erstmals als internationale Demonstrati­on für den Achtstundentag begangen worden.“ Das betonte die Grazer KPÖ-Stadträtin Elke Kahr.

Heute müssen sich die Men­schen gegen den Zwölf-Stunden-Arbeitstag und die 60-Stunden-Woche wehren. Offenbar zählen nur mehr Profite. Familie, Kinder oder persönliche Interessen sind für das Kapital zweitrangig. „Deshalb gehen wir am 1. Mai auf die Straße, hält Kahr fest.

 

Maiaufmarsch

Treffpunkt für die Mai-Demo ist 10:30 Uhr am Südtirolerplatz, wo die Grazer KJÖ-Vorsitzende und Gemeinderätin Martina Thomüller, der GLB-KPÖ-Arbeiterkammer- und Gemeinderat Kurt Luttenberger sowie eine Vertreterin des Kurdischen Informationszentrums sprechen werden. Moderieren wird Landtagsabgeordnete Claudia Klimt-Weithaler. Die Mai-Ansprache bei der Schlusskundgebung am Eisernen Tor wird Landtagsabgeordneter Werner Murgg halten.

 

Maifest

Anschließend lädt die KPÖ zum Maifest ins Volkshaus in der Lagergasse. Bei internationalem kulinarischem Angebot spielen Iris Stern und ihre Band „Geschichten im Ernst“ sowie die Wiener Tschuschenkapelle.

Auch das Volksbegehren für einen Hypo-Haftungsboykott kann dort unterschrieben werden. Ein Notar wird anwesend sein.

„Die Bevölkerung wurde nie gefragt, ob sie das Geld lieber in die Bankenrettung stecken will oder in leistbaren Wohnraum, Schulen, Krankenhäuser und die Pflege“, heißt es im Maiaufruf der steirischen KPÖ, denn „Sozialabbau und Entdemokratisierung sind die Grundlagen der EU und ihrer Verträge. Die EU ist Teil des Problems und nicht Teil der Lösung. Ein anderes, ein sozialeres und demokratischeres Europa ist nur jenseits der EU möglich.“

 

Für Frieden!

Die jüngsten Entwicklungen lassen erkennen, dass sich die EU-Eliten für militärische Lösungen ihrer Krise bereit machen. Libyen, Syrien und zuletzt die Ukraine zeigen eines: Die EU agiert imperialistisch. Sie zündelt und gießt dann Öl ins Feuer. Und sie greift militärisch ein, um ihre Profitinteressen durchzusetzen. Mit der immerwährenden Neutralität Österreichs ist das nicht vereinbar. Wir treten daher für den Austritt aus der EU und für ein solidarisches, neutrales und weltoffenes Österreichs ein.

28. April 2014