Archivierte Artikel: Die enthaltenen Informationen sind möglicherweise veraltet.

10 Jahre Stadträtin Elke Kahr

Bilanz und Ausblick nach einer Dekade Ressortverantwortung

Elke Kahr 07_2014.jpg

Vor genau 10 Jahren übernahm Elke Kahr das Wohnungsressort von Ernest Kaltenegger, der in den Landtag gewechselt war. „Auf keinen Menschen vergessen“ lautete Kahrs Botschaft als sie im November 2005 ihr Amt als Stadträtin antrat. Dem ist sie im vergangenen Jahrzehnt treu geblieben – und das unter immer schwierigeren Rahmenbedingungen: „Die Menschen haben immer weniger Geld, das Wohnen und die täglichen Ausgaben werden immer teurer. Es wird immer schwerer, eine leistbare Wohnung zu finden. Das Interesse an Gemeindewohnungen ist deswegen immens gestiegen“, sagt Kahr.

Zahlen und Fakten

  • Seit 2005 wurden rund 8.000 Gemeindewohnungen vergeben
  • Rund 500 neue Gemeindewohnungen wurden errichtet
  • Sonderwohnbauprogramm II: Der Kauf von Grundstücken für weitere 500 Gemeindewohnungen wurden beschlossen
  • „Ein Bad für jede Gemeindewohnung“: Bis 2011 wurden rund 1.000 Nasszellen eingebaut
  • Umfassende Sanierungen im thermischen Bereich,Liftanbauten, Fernwärmeprogramm
  • Mietzinszuzahlung seit 2005: Es wurden rund 2,4 Millionen Euro an 1.666 Haushalte ausgezahlt
  • 2011 wurde der Kautionsfonds eingeführt:  Seit damals wurden mit rund 185.000 Euro 431 Haushalte unterstützt
  • Mieternotruf: Beratung in allen Fragen rund ums Thema Wohnen
  • Mehr als 5.000 Kontakte pro Jahr im Stadtratsbüro
  • Umsiedelung vom Wohnungsamt von der Alberstraße auf den Schillerplatz
  • Umstellung auf Eigenbetrieb Wohnen Graz (2014) bei laufendem Betrieb
  • Wohnungsinformationsstelle (WOIST): kostenloses Beratungsangebot für alle GrazerInnen ausgeweitet, Beratungszeiten ausgedehnt, Energieberatung
  • Nachbarschaftsservice: Hilfe bei Nachbarschaftskonflikten für alle GrazerInnen durch das Friedensbüro
  • Mieterversammlungen und Müllworkshops
  • Mieterzeitung
  • Stadtteilarbeit: 9 Stadtteil- und Nachbarschaftszentren wurden errichtet und unterstützen das Zusammenleben in den Bezirken
  • Sozialratgeber: Rund 500 Beratungsadressen, zahlreiche Tipps, aktuelle Infos zu (fast) allen Lebensbereichen
  • erstmals Vorbehaltsflächen für sozialen Wohnbau

Seit dem Wahlerfolg 2012 sind Agenden der Bau- und Anlagenbehörde in das Ressort von Elke Kahr gewandert. Auch hier steht Bürgernähe an erster Stelle: Neben dem Parteienverkehr tourt das Amt gemeinsam mit der Stadträtin seit 2013 durch die Grazer Bezirke und informiert über Zuständigkeiten und Aufgaben der Behörde. Gleichzeitig stehen sie für Fragen der Bewohner zur Verfügung.

  • Durch Personalaufstockung werden Verfahren in der BAB jetzt schneller abgewickelt.
  • Mobilitätskarte um 228 Euro
  • Gebührenstopp für alle GrazerInnen bei Müll und Kanalgebühren für den Zeitraum von 2 Jahren


Ausblick

„Auf dem bisher Erreichten darf man sich nicht ausruhen“, so Kahr. „Graz ist eine stark wachsende Stadt, die Schaffung von weiteren Gemeindewohnungen ist das Gebot der Stunde.“ 
Unsere Schwerpunkte liegen in der

  • Schaffung von neuen Gemeindewohnungen
  • Schaffung von weiteren betreuten Übergangswohnungen
  • Kein Verkauf von städtischen Gemeindewohnungen
  • Installierung von Mieterbeiräten und Hausbetreuern
  • Schaffung von Gemeinschaftsgärten
  • Reparaturwerkstätten

Wie schon unter ihrem Vorgänger Ernest Kaltenegger wurde Transparenz bei der Vergabe von Gemeindewohnungen groß geschrieben. Das Klischee der Parteibuch- und Günstlingswirtschaft wurde beseitigt. Die Wohnungen werden nach objektiven Richtlinien  und in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Ausschuss vergeben. „Es gab in den zehn Jahren keine Wohnungsvergabe, die nicht durchschaubar war. Das ist der Verdienst der Kollegen und Kolleginnen im Wohnungsamt und allen Mitgliedern im Vergabeausschuss“, betont Kahr.

„Wir haben in diesen zehn Jahren viel weitergebracht. Ohne die hervorragende Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den jeweiligen Abteilungen wäre das nicht möglich gewesen. An dieser Stelle ist es wichtig, danke zu sagen“, so Kahr abschließend. 
 

3. November 2015