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13.300 Unterschriften gegen Murkraftwerk

Stadträtin Elke Kahr: "Wenn Ausmaße des Kraftwerksprojektes spürbar werden, gibt es kein Zurück mehr!"

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Die Stauwurzel des Kraftwerkes Puntigam wäre bei der Murinsel. Insgesamt 10.000 Bäume müssten gefällt werden.

Bei der heutigen Pressekonferenz haben die OrganisatorInnen von „Rettet die Mur“ das bisherige Ergebnis der Unterschriftenaktion für eine Volksbefragung der Grazerinnen und Grazer über die Staustufe Puntigam mit über 13.300 angegeben. Sollte die EStAG eine Investitionsentscheidung für die Staustufe Puntigam fällen, werden die Unterschriften eingereicht und die Befragung muss stattfinden.

„Allen Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Stadt, denen die Stadtökologie wichtig ist, will ich ans Herz legen, das Anliegen von „Rettet die Mur“ mit ihrer Unterschrift zu unterstützen“, macht Vizebürgermeisterin Elke Kahr einmal mehr deutlich.

Bis zu 10.000 Bäume sollen im Zuge des Kraftwerksbaus und der Errichtung des Zentralen Speicherkanals vernichtet werden, Wird die Staustufe Puntigam gebaut, droht der Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten zerstört zu werden, eine Fläche von einem Drittel des Grazer Stadtparks würde für die Allgemeinheit für immer verlorengehen.

Hinzu kommt: Der Stadt droht mit der Errichtung des Zentralen Speicherkanals um 84 Millionen und der nach wie vor in Aussicht gestellten indirekten Beteiligung am Projekt durch stadteigene Gesellschaften mit 10 bis 20 Millionen ein finanzielles Desaster. Ihr Anteil an den Finanzierungskosten des Murkraftwerkes wäre dann bereits höher als jener der EStAG.

Nicht von ungefähr hat der Verbund bereits im März den Ausstieg aus diesem riskanten Projekt bekanntgegeben, nachdem Gutachter das Kraftwerksprojekt als eines der unwirtschaftlichsten aller Laufwasserkraftwerke Österreichs eingestuft hatten.

Die KPÖ hat sich stets gegen das Murkraftwerk Puntigam ausgesprochen. „Wenn die Ausmaße dieses Kraftwerksprojektes erst sichtbar und spürbar werden, gibt es kein Zurück mehr. Es geht daher darum, jetzt nicht lockerzulassen“, so Elke Kahr, denn: „Für vieles gibt es keine zweite Chance!“

 

 

18. Juli 2016