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30. April: „Tag gegen Lärm“ oder „alle Jahre wieder“?

KPÖ-Fabisch: Heinrichs: „Schrauben zur Verbesserung des Lärmschutzes müssen angezogen werden!“

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Dass Lärm stresst, krank und aggressiv macht, dass das Lärm-Über-Andere-Verhängen nichts anderes ist als rücksichtsloses Einbrechen in die Privatsphäre des Nächsten, dass man in den allermeisten Fällen dieser widerwärtigen Gewalt völlig hilflos ausgeliefert ist, dass Lebens- bzw. Wirkensraum der dem Lärm Ausgesetzten absolut entwertet ist, das ist alles sattsam bekannt und absolut unbestritten.

„Wenn wir allen Ernstes etwas gegen die „Lärmverschmutzung“ unternehmen wollen, so gäbe es dazu einen äußerst effektiven und kostengünstigen Schritt: Das bestehende Immissionsschutzgesetz aus dem Jahre 1997 müsste gründlich überholt und wieder verschärft werden“, macht Gemeinderätin und KPÖ-Gesundheitssprecherin Elke Heinrichs klar.

Analog zu den diversen steigenden Be- und Überlastungen, denen die Menschen ausgesetzt sind, müssten die Schrauben zur Verbesserung des Schutzes der Bevölkerung (gerade in größeren Gemeinden) kräftig angedreht werden.

„Dieses Gesetz zu ändern, das hätten die Stadt Graz und das Land Steiermark in der Hand. – Kostenpunkt: Der gute Wille dazu“, betont Heinrichs.

Wie schlimm das Problem ist, dafür gebe es genügend Hinweise. Ein Beispiel: „Jedes Jahr finden wir in den Zeitungen eine Aufstellung von Orten in der Stadt Graz, an denen man Ruhe und Erholung tanken kann, sogenannte Ruheoasen“, sagt Heinrichs. „Diese Liste ist offensichtlich sehr von Nöten. Doch so wird man das Übel wohl nicht an der Wurzel packen. Abgesehen davon können Erholungsbedürftige da ja nicht abends zum Schlafen hingehen.“

29. April 2014