Archivierte Artikel: Die enthaltenen Informationen sind möglicherweise veraltet.

Arbeitslosenrate in Graz steigt an

Elke Kahr: "Die Stadtpolitik müsste aktiv werden"

Arbeitslosigkeit in Graz:
KPÖ fordert konkrete Maßnahmen

„Während die Arbeitslosenrate in den anderen steirischen Bezirken zurückgeht, ist sie in Graz um 2,5 Prozent angestiegen. Das ist kein gutes Zeichen und müsste die bestimmenden Kräfte in der Stadtpolitik eigentlich zu konkreten Maßnahmen veranlassen.“ Das sagte die Grazer Stadträtin Elke Kahr am Mittwoch.

Die KPÖ-Politikerin: „Wir müssen die Tendenz umkehren, dass immer mehr Arbeitsplätze in der Industrie wegrationalisiert werden. Graz braucht dringend neue Arbeitsplätze.
Die Erklärungsversuche seitens des AMS zeigen auf, wie ernst die Lage in Wirklichkeit ist. Vor einem Jahr gab es im Vorfeld der Nationalratswahl besonders viele Schulungsmaßnahmen, die Kündigungen bei den Leiharbeitsfirmen deuten auch darauf hin, dass die Zukunft des Autoclusters nicht problemlos sein dürfte.

Die KPÖ stellt folgende Forderungen auf:

· Mit der Wiedereinführung des sozialen Wohnbaus durch die Stadt Graz könnten neue, qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden.
· Um die Arbeitslosigkeit wirkungsvoll zu bekämpfen fordern wir auch die Schaffung eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors, der Aufgaben übernimmt, die derzeit nicht ausreichend wahrgenommen werden, beispielsweise in den Bereichen Altenpflege, Umwelt und Kultur.
· Weiters fordern wir Förderungsmaßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit, eine Ausbildungsgarantie für jeden Grazer Jugendlichen durch Errichtung eines Ausbildungspools, sowie Errichtung und Ausbau von öffentlichen Lehrwerkstätten.

Unsere Stadtpolitik muss mehr sein als die Erfüllungsgehilfin von reinen Profitinteressen. Sie muss mit einer gezielten Förderungspolitik die Entwicklung des Standortes Graz im Auge haben und dafür sorgen, dass die Interessen der Beschäftigten berücksichtigt werden. Entscheidungen über die Zukunft von Betrieben dürfen nicht allein in fernen, abgehobenen Konzernzentralen getroffen werden.“

3. Oktober 2007