Attraktivierung des Pflegeberufs dringend notwendig!

100.000 fehlende Pflegekräfte bis 2030.

Laut neuesten Daten werden in Österreich bis zum Jahr 2030 rund 100.000 Pflegekräfte fehlen. Derzeit befinden sich in etwa 2.500 Menschen beim AMS in entsprechenden Umschulungen. Auf der anderen Seite verlassen leider immer mehr versierte MitarbeiterInnen im Pflegebereich aus Erschöpfung den Arbeitsplatz und den Beruf. Private Trägervereine verfolgen immer stärker die Strategie Personal aus Kroatien, Marokko oder Indien anzuwerben.

Diese Entwicklung sollte den Verantwortlichen in der Politik sehr zu denken geben!“, so KPÖ-Gesundheitssprecherin Elke Heinrichs, die zwei Ansätze sieht, wie man der aktuellen Entwicklung entgegensteuern könnte.

Was wir einerseits dringend brauchen ist bestens ausgebildetes, entsprechend sehr gut bezahltes Pflegepersonal, welchem ausreichend lange Zeit für Erholung und Regeneration für die physisch und psychisch höchst anspruchsvolle Arbeit geboten wird“, so Heinrichs.

Anderseits muss gewährleistet werden, dass Jugendliche, UmsteigerInnen und Arbeitssuchende sich eine Pflegeausbildung auch leisten können“, erklärt Heinrichs, die auf Wien verweist. Während für Ausbildungen im Pflegebereich in der Bundeshauptstadt zum AMS-Geld zusätzlich 400 Euro monatlich bezahlt werden, erhält man in Graz über den GRAFO (Grazer Fonds für Aufstieg und Entwicklung) sowie der Steirischen Pflegestiftung ZAM einmalig nur bis zu 2.500 Euro.

Eine Anhebung dieser Unterstützung wäre dringend notwendig, findet Heinrichs, „damit Interessierten der Zugang zur Ausbildung zur Pflegeassistenz oder den Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeberufen gewährleistet wird.

 

Medienberichte: ORF Online (09. April 2021)

13. April 2021