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Bahnhofsmission vor Umsetzung

Uli Taberhofer freut sich über Umsetzung einer langjährigen KPÖ-Forderung

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„Die Schließung der Bahnhofsmission am Grazer Hauptbahnhof in den 90er Jahren hat sich als schwerer Fehler erwiesen.“ Darauf hat KPÖ-Gemeinderätin Uli Taberhofer bereits in der Vergangenheit mehrmals hingewiesen.

Gerade in letzter Zeit hat sich verstärkt gezeigt, dass der Bedarf nach einer kostenlosen sozialen Anlaufstelle sehr groß ist. „Die Folgen der Wirtschaftskrise, insbesondere die steigende Zahl an Arbeitslosen, sind besonders am Bahnhof hautnah spürbar“, so Taberhofer.

Eine Bahnhofsmission soll ein Hilfsangebot für Menschen mit unterschiedlichen Problemlagen darstellen, für dessen Nutzung keine bestimmten persönlichen Voraussetzungen gegeben sein müssen. So gilt es etwa für Wohnungslose Übernachtungs- oder Unterbringungsmöglichkeiten sicherzustellen oder Menschen, die mittellos sind, an die zuständigen Ämter der Stadt Graz zu verweisen. „Manchmal ist vielleicht auch nur eine kleine Hilfe in Form einer kompetenten Ansprechperson eine wichtige Unterstützung“, weiß die Gemeinderätin. Darüber hinaus müsse eine Bahnhofsmission einen kostenlosen Ruheraum bzw. auch Toilettenanlagen gewährleisten. Als eine mögliche Lokalität für die Bahnhofsmission bietet sich die Bahnhofspassage an.

Bereits 2013 hat Taberhofer im Gemeinderat die Wiedererrichtung einer Bahnhofsmission beantragt: Unterstützung für ihre Forderung fand die KPÖ zuletzt von Werner Miedl vom Verein „Sicher Leben“, der die Einrichtung einer Bahnhofsmission im Rahmen von Community Policing als wichtige Einrichtung hervorgestrichen hat. „Es freut mich, dass unsere langjährige Forderung schließlich aufgegriffen wurde. Jetzt geht es darum, das Projekt so rasch wie möglich zu realisieren.“

16. November 2016