BAN darf nicht untergehen!

Gemeinderat Kurt Luttenberger: „Land Steiermark, AMS, Stadt Graz dürfen sich nicht aus der Pflicht stehlen.“

Einer der wichtigsten Grazer sozioökonomischen Betriebe im Bereich der Eingliederung langzeitarbeitsloser Menschen, die seit 1983 bestehende BAN, hat sich mit 10. Juli 2017 (erneut) beim Grazer Zivillandesgericht insolvent und zahlungsunfähig gemeldet.

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Gemeinderat Kurt Luttenberger fordert eine Weiterführung des Erfolgsprojektes.

Etwa 5.000 Arbeitssuchende wurden im Laufe der Zeit bei BAN auf ihren Weg zurück in die Arbeitswelt unterstützt.

Die Gläubigerquoten, des schon im Vorjahr einmal insolventen Dienstleisters konnten nicht bedient werden, obwohl nur noch 55 der bisher 100 Beschäftigten tätig waren. Dazu kommt, dass der seit Jänner 2017 neue besiedelte Standort Puchstraße (früher Idlhofgasse 31) in der kurzen Zeit viel zu wenig bekannt wurde.

Land Steiermark und das AMS stehen in diesem Insolvenzfall besonders in der Pflicht, da die Förderungen arbeitsintegrativer Projekte im Vorjahr beendet wurden. Es liegt auf der Hand, dass ein sozioökonomischer Betrieb maßgeblich von öffentlichen Förderungen abhängig ist und durch ein Ausbleiben dieser notwendigen Gelder in die Insolvenz schlittert.

Die derzeit amtierende BAN-Geschäftsführung denkt daher nicht mehr an eine Weiterführung. Für KPÖ Gemeinderat Kurt Luttenberger: „Obwohl auch Graz eine stabile hohe Sockel- also Langzeitarbeitslosigkeit aufweist, werden die „Auffangprojekte“ bei uns immer weniger. Land Steiermark, Stadt Graz und das AMS sollten sich schleunigst zusammensetzen und gemeinsam mit der BAN-Geschäftsführung, über eine restrukturierte Weiterführung, mit neuen, besseren und zeitgemäßen Konzepten nachdenken.“

„Alle Großparteien reden - vor den kommenden Nationalratswahlen - von Zukunft und Sicherheit. Die von neuer Arbeitslosigkeit betroffenen Kolleginnen und Kollegen bei der BAN brauchen aber eine konkrete Chance. Mit Lippenbekenntnissen alleine ist niemandem geholfen“, so Luttenberger.

11. Juli 2017