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Beschäftigte sollen über "Haus Graz" abstimmen!

Elke Kahr: Die Betroffenen haben das größte Recht dazu

„Die größte Berechtigung, um über den schwarz-grünen Ausgliederungsplan abzustimmen, haben die Bediensteten des Magistrates Graz und die Beschäftigten der AEVG sowie der Graz AG“. Das sagte die Grazer KPÖ-Stadträtin Elke Kahr am Freitag.

Die KPÖ steht mit ihren Bedenken und ihrer Kritik nicht allein. Das haben Entwicklungen der letzten Tage gezeigt. Elke Kahr: „Wir werden alle Möglichkeiten ausnützen, um dem generalstabsmäßig geplanten und medial unterstützten Werbefeldzug für diesen Einschnitt in der Stadtentwicklung konkrete Informationen von unten entgegenzusetzen."

Elke Kahr: "Heute findet am Hauptplatz eine Leistungsschau der Wirtschaftsbetriebe statt, die nach dem Willen von Schwarz-Grün an die Graz AG übertragen und anschließend zerschlagen werden sollen. Deshalb führen wir an Ort und Stelle eine Flugblattaktion durch.“

Im Flugblatt heißt es unter anderem:
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe leisten sehr gute Arbeit für die Bevölkerung unserer Stadt. Das zeigt auch diese Leistungsschau. Sie sind nicht zuletzt unter KPÖ-Stadträtin Wilfriede Monogioudis als Eigenbetrieb der Stadt Graz zu einem guten leistungs- und serviceorientierten Vorzeigebetrieb mit hoch motivierten Beschäftigten geworden.
Jetzt sollen sie an die Graz AG abgegeben und zerschlagen werden. Das steckt hinter der Bezeichnung Haus Graz. Öffentliche Werte und Vermögen werden reif gemacht für
den weiteren Ausverkauf unserer Stadt.
Wer hat die Stadt aber in diese Situation gebracht? Nicht die Bediensteten und schon gar nicht die Bevölkerung von Graz. Es war die Schuldenpolitik der Stadtregierung.
Kanal, Müllabfuhr und die gesamten Wirtschaftsbetriebe müssen bei der Stadt bleiben!“

Rückfragehinweis: 0664 1209700

6. November 2009