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Beteiligungen der Stadt: Managergehälter widersprechen Spargedanken

Prüfbericht des Rechnungshofes war auf Initiative der KPÖ zustande gekommen

Die Grazer KPÖ-Gemeinderätin Ina Bergmann weist darauf hin, dass der Bericht des Stadtrechnungshofes über die Dienstverträge von Führungskräften bei den Beteiligungsgesellschaften der Stadt Graz auf Grund eines Prüfantrages der KPÖ zustande gekommen ist: „Er ist sehr aufschlussreich und zeigt unserer Meinung auf, dass die Stadt Graz auch bei den Bezügen von Geschäftsführern ausgegliederter Bereiche nicht weit hinter den Managern von Privatbetrieben steht.“

Es gibt bereits 80 Führungskräfte in den 45 direkten und indirekten Beteiligungen der Stadt. Dem stehen 30 AbteilungsvorständInnen im Magistrat gegenüber. Von insgesamt 80 Führungskräften sind nur 9 weiblich.

Nur ein kleiner Teil dieser Dienstverträge unterliegt der Kompetenz städtischer Organe wie dem Gemeinderat. Der Großteil der Dienstverträge wird in den Beteiligungen selbst ausgehandelt.

Niemand darf sich deshalb über die sehr hohen Bezüge der Manager in den Stadtwerken und bei der Energie Graz wundern. Bergmann: „Während auf allen Ebenen im Magistrat eingespart wird und der Bevölkerung neue Belastungen zugemutet werden, verdienen Spitzenmanager der öffentlichen Hand bis zu 16.000 Euro, vierzehnmal im Jahr. Diese Zustände sind in unseren Augen für die Mehrheit der Bevölkerung nicht nachvollziehbar.“

Die Grazer KPÖ sieht in diesem Rechnungshofbericht ihre Positionen in dieser Frage bestätigt.

4. Juni 2007