Kostenlose Wildblumen für daheim
Seit sieben Jahren führt der KPÖ-Gemeinderatsklub die Verteilung von Wildblumen durch. Mit dieser Aktion soll das Biotop Graz grüner und blühender werden. Den Bienen werden wichtige Futterquellen geboten. Vor allem aber sollen sich die Bewohner:innen an der Schönheit und Vielfalt der einheimischen Kräuter erfreuen.
Blühende Gärten, summende Balkone
Zusammenarbeit mit dem Verein „Blühen & Summen” und pro mente Steiermark hat der KPÖ-Gemeinderatsklub für Sie 2.500 Blumenkisterln vorbereitet. Es wurden Wildblumen und -kräuter ausgewählt, die auch gut in Gärten, am Balkon oder Fensterbankerl gedeihen.
Es sind heimische Arten, die uns mit ihrer Blütenpracht von Mai bis in den Herbst hinein verzaubern. In den Blumenkisterln befinden sich unter anderem Karthäusernelken, Wilde Malven, Margeriten und Ringelblumen. Erstmals im Angebot sind heuer Kräuterkisterl, in denen Salbei, Ysop, Lavendel, Muskateller-Salbei oder Minze zu finden sind. In einem beigelegten Heftchen erfahren Sie alles Nähere über die Pflanzen.
So können Sie Ihr kostenloses Kisterl abholen
Am Samstag, den 25. April können Sie sich von 10 bis 18 Uhr die Blumen- und Kräuterkisterl im Volkshaus Graz, Lagergasse 98a, kostenlos abholen. Solange der Vorrat reicht.
„Mit diesen Wildblumen können wir wieder für blühende und summende Balkone sorgen. Jede Blüte ist wichtig und als Nahrungsquelle für Bestäuber notwendig“, sagt Christine Podlipnig vom Verein Blühen & Summen. „Unser Ziel ist es, den Grazerinnen und Grazern ein wenig Freude zu bereiten. Ich finde, dass gerade in diesen Zeiten Blumen Balsam für die Seele sein können“, so die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr. „Danken möchten wir jedenfalls dem Verein Blühen & Summen und Pro Mente Steiermark für die Vorbereitung der Blumenkisterln“, so Klubobfrau-Stellvertreterin Daniela Gamsjäger-Katzensteiner.
Ab 13 Uhr Nachbarschaftsküche
Das Team der Nachbarschaftsküche der KPÖ Gries wird zusammen für euch aus Wild- und Frühlingskräutern etwas zaubern. Von einer feinen Bärlauchsuppe bis hin zu frischen Salaten und Kräuteröl für zuhause ist für alle was dabei. Damit auch der Frühling bei uns Einzug erhält. Alles wie immer vegan, frisch und kostenlos, damit jede:r mitessen kann.
Wer helfen mag, kann gern ab 10 Uhr mitanpacken und das eine oder andere an Wissen und Tipps mitnehmen.
Ringelblume
Die Ringelblume (Calendula officinalis) zählt zu den ältesten im Garten kultivierten Pflanzen. Etwa ab Juni blüht sie sehr intensiv und bildet bis zum Herbst neue Knospen aus. Um den Blütenansatz zu fördern, gießt man sie nur mäßig. Durch das Ausknipsen der verwelkten Blütenstände fördert man die Bildung neuer Blütenstiele. Die letzten Blüten im Spätsommer stehenlassen, dann sät sich die Ringelblume selbst aus.
Karthäusernelke
Die Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum) besticht durch ihre strahlend pinken Blüten. Die kräftige Färbung zieht vor allen Tagfalter förmlich an. Alle Bestandteile enthalten seifenartige Inhaltsstoffe, die gegen Hauterkrankungen, Rheuma und Muskelschmerzen verwendet werden. Die lange Blühperiode reicht von Juni bis September. Nach dem Rückschnitt der welken Blüten blüht sie in der Regel ein zweites Mal.
Wilde Malve
Die Wilde Malve (Malva sylvestris) ist einjährig, bevorzugt trockene nährstoffreiche Böden und kann bis zu einem Meter hoch werden. Seit mindestens 5.000 Jahren wird die Wilde Malve von den Menschen als Nutzpflanze verwendet und ist ein Klassiker unter den Heilpflanzen. Entzündungen von Haut und Schleimhäuten sind ihre Kernanwendungsgebiete. Die Wilde Malve bietet als Dauerblüher eine gute Insektenweide.
WIESEN-MARGERITE
Die Wiesenmargerite Leucanthemum vulgare zählt als klassische Orakelpflanze für Natürlichkeit und unverfälschtes Glück. Die jungen Blätter kann man ab März sammeln und für Salate und Brotaufstriche verwenden. Sie ist mehrjährig und kann Wuchshöhen von 30 bis 60cm erreichen. Die Margerite ist bei bestäubenden Insekten, insbesondere Hautflügler wie Bienen, Hummeln oder Schwebfliegen besonders beliebt.
Veröffentlicht: 13. April 2026