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Bund soll Kasernengrund für Gemeindewohnungen bereitstellen

Kleine Zeitung berichtet über Forderung von Elke Kahr

Einen dramatischen Anstieg bei den Ansuchen für Gemeindewohnungen ortet die Grazer Wohnungsstadträtin Elke Kahr. Zu Beginn heurigen Jahres seien dem Wohnungsamt knapp über 1400 Ansuchen vorgelegen, jetzt sind es 1649. Dazu kämen noch rund 250 Fälle, die derzeit schon in Bearbeitung seien. "Ein Zusammenhang mit der aktuellen Finanzkrise ist unverkennbar", meint Kahr. Auch die Situation bei den Notunterkünften sei äußerst prekär. So gebe es im städtischen Männerwohnheim seit Monaten eine Aufnahmesperre.

Ankurbelung des kommunalen Wohnbaus.

Deshalb fordert die Wohnungsstadträtin neuerlich eine Ankurbelung des kommunalen Wohnbaus. In Graz mache sich jetzt vor allem schmerzhaft bemerkbar, dass in den vergangenen Jahren fast keine Grundstücks-Vorsorge für den sozialen Wohnbau betrieben wurde. Kahr: "Graz soll darauf drängen, dass die Bundesregierung im Zuge der Konjunkturmaßnahmen die frei werdenden Kasernen der Stadt kostenlos oder zu einem symbolischen Preis überlässt." Der Bund müsste in diesem Fall nicht einmal Geld in die Hand nehmen. Die KPÖ-Politikerin wünscht sich aber auch eine stärkere Unterstützung durch das Land Steiermark: "In Zeiten wie diesen wären Sonderwohnbauprogramme dringend notwendig."

36 neu errichtete Wohnungen. Heuer komme man in Graz insgesamt nur auf rund 36 neu errichtete Wohnungen. In Vorbereitung seien Projekte in der Jauerburggasse (100 Einheiten) und Zeilergasse (45).

(Kleien zeitung, Region Graz, 8.11.08)

8. November 2008