Das sagt Elke Kahr zur Neuwahl in Graz

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Der Grazer ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl ruft Neuwahlen für den 26. September aus. „Mich überrascht das nicht“, sagt die KPÖ-Stadträtin und Spitzenkandidatin Elke Kahr. Nachsatz „Nagl kann mich nicht mehr überraschen.“
 

Soziales darf nicht untergehen

Auf Polit-Hickhack oder Ränkespiele will sie sich nicht einlassen.

Elke Kahr: „Durch die Krise haben tausende Menschen in Graz ihre Arbeit verloren oder Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Viele wissen nicht mehr, wie sich die Wohnung und das tägliche Leben leisten können. Das erleben wir tagtäglich in unseren Sprechstunden – die wir natürlich auch bis zur Wahl weiterführen werden. Die KPÖ ist für die Menschen in Notlagen verlässlich da.

Deshalb arbeiten wir auch in diesen Wochen weiter wie bisher für die Bevölkerung. Das ist nämlich wichtiger denn je. Wir sollten deshalb nicht auf die Luftblasen eines Wahlkampfes schauen. Es darf nicht untergehen, dass das tägliche Leben immer teurer wird. Die Inflation ist zurückgekommen – und zwar stärker als in vergangenen Jahren.

Das merkt man im Baumarkt, in den Gasthäusern oder beim Tanken. Die Kosten für das Wohnen steigen immer schneller an. Und auch die Stadt macht dabei mit: Mit 1. Juli steigen die Tarife im Verkehrsverbund, bei Ratenzahlungen für elektrische Energie wird seit 1. Juni eine Gebühr von 24 Euro verlangt, die automatische „Anpassung“ der Tarife für Wasser, Kanal oder Müllabfuhr ist nicht ausgesetzt worden.

Dabei hat fast ein Drittel der Bevölkerung wegen Corona jetzt weniger Geld zur Verfügung als vor der Krise. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit machen sich bemerkbar. Und auch ich merke das Tag für Tag. Die Probleme, mit denen die Menschen zu mir kommen, werden immer größer. Es ist nicht leicht, dafür Lösungen zu finden, wenn die Politik in die falsche Richtung geht.

Soziales darf nicht untergehen. Darum geht es in den nächsten Wochen in Graz. Dafür brauche ich ihre Unterstützung, auch am 26. September.“

 

29. Juni 2021