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Das Thema Lärm ist umfassender als ein Handy-Verbot in der Tram

Stellungnahmen von Kahr und Sikora in der Gemeinderatsdebatte

Im Grazer Gemeinderat gab es am Donnerstag eine lange Diskussion über das von Bürgermeister Nagl verhängte „Handy-Verbot“ in den Straßenbahnen Für die KPÖ nahmen Stadträtin Elke Kahr und Gemeinderat Christian Sikora dazu Stellung.

Christian Sikora wies darauf hin, dass der KPÖ-Gemeinderatsklub die Handy-Diskussion als bewusstes Ablenkungsmanöver von wichtigeren Themen wie zum Beispiel der bevorstehenden Tariferhöhung der GVB wertet. Die KPÖ fordert ja in einem Dringlichkeitsantrag Bürgermeister Nagl auf, gegen diese Belastung der Bevölkerung Stellung zu beziehen.

Stadträtin Kahr betonte, dass nur eine umfassende Behandlung dem Thema Lärm gerecht wird. Sie verwies auf die zahlreichen Initiativen der KPÖ: „Wir haben dieses Thema immer wieder zur Sprache gebracht, weil wir beispielsweise die BewohnerInnen der Altstadt vor dem Gastgartenlärm oder den immer zahlreicher werdenden Events schützen wollen.“
Sie unterstützte die Idee einer Lärmenquete der Stadt Graz, an der alle Gemeinderatsfraktionen teilnehmen sollten, und wies darauf hin, dass man auch an die Menschen denken müsse, die an Durchzugsstraßen leben – unter ihnen viele Mieterinnen und Mieter von Gemeindewohnungen.

8. Mai 2008