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„Den Menschen helfen, sich im Wohnumfeld wohl und sicher zu fühlen“

Graz beschließt Leitbild „Stadtteilarbeit“.

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In der morgigen Gemeinderatssitzung wird das Leitbild „Stadtteilarbeit in Graz“ beschlossen. Das Leitbild hält fest, was Stadtteilarbeit in Graz bewirken soll. „Es ist wichtig, dass die Politik sich dazu bekennt, dass Stadtteilarbeit notwendig und sinnvoll ist“, sagt die zuständige Wohnungsstadträtin Elke Kahr. In den vergangenen Jahren wurden in Zusammenarbeit mit dem Friedensbüro verschiedene Initiativen ins Leben gerufen und Stadtteilzentren gegründet. „Wesentliches Ziel der Stadtteilarbeit ist es, Zusammenhalt und nachbarschaftliche Beziehungen zu stärken, damit gegenseitige Hilfe und Unterstützung stattfinden und Kontakte geknüpft werden können“, so Kahr.  

11 Projekte sind es insgesamt, die in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Friedensbüro umgesetzt wurden. Wertvolle und wichtige Anlaufstellen für die Wohnbevölkerung sind da beispielsweise die Stadtteilzentren, vom Stadtteilzentrum Triester über das Mehrgenerationenhaus Waltendorf bis zum Stadtteilzentrum in der Schönausiedlung. „Hier können Menschen einander treffen, ihre Sorgen loswerden und Vorschläge und Anregungen einbringen“, so Kahr. Es gibt kulturelle und sportliche Angebote, Nachbarschaftsgärten, Lernhilfen, Erzählcafés usw.

Kommt es in Nachbarschaften zu Konflikten, so steht den Bewohnerinnen und Bewohnern von Mehrparteienhäusern, unabhängig davon, ob es sich um MieterInnen oder EigentümerInnen handelt, das Nachbarschaftsservice des Friedensbüros unter der Hotline (0316/872 878) zur Verfügung. Häufige Auslöser sind dabei meinst Nutzungskonflikte, Lärm, Kinder Müll oder Vandalismus. Gemeinsam mit den Betroffenen werden Maßnahmen für eine Verbesserung der Situation erarbeitet.

„Stadtteilarbeit ist ein Beitrag zur Verbesserung des Zusammenlebens in unserer Stadt. Es gilt aber auch, bereits bei der Stadtplanung darauf zu achten, dass notwendige Begegnungsmöglichkeiten und Freiräume geschaffen werden, damit die Menschen sich in ihrem Wohnumfeld wohlfühlen“, sagt Elke Kahr, die sich noch mehr Sensibilität bei Planungsverantwortlichen wünscht.
 

30. September 2015