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Designer-Toiletten auf Spielplätzen

KP-Bezirksrätin Inge Arzon: Anliegen der Kinder ernst nehmen

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Bezirksrätin Inge Arzon: Eine Stadt, die Wert auf ihren guten Ruf legt, braucht genügend öffentliche Toiletten.

Dass ein ordentliches WC Wasser- und Kanalanschluss braucht, weiß wohl jedes Kind. Trotzdem hatte Bürgermeister Nagl kein Problem damit, den Abgeordneten des Kinderparlaments zu erklären, dass es aus diesem Grund für die Stadt Graz nicht leistbar und daher unmöglich sei, auf öffentlichen Spielplätzen auch Toiletten zu installieren. Die Kinder sollten doch zu Hause aufs Klo gehen, meinte er.

Allein für die Bewerbung der Stadt Graz um den Titel "City of Design" im heurigen Frühjahr war hingegen rasch Geld zur Hand, satte 320.000,- Euro. Auch in den nächsten Jahren (bis 2013) sollen für die Förderung der Kreativwirtschaft aus öffentlichen Mitteln 1,5 Millionen Euro fließen. Als eine der Bedingungen für den Zuschlag des prestigeträchtigen Titels wird ein ansprechendes Design der Straßen, Plätze, Gebäude und Parks unserer Stadt angeführt.

KPÖ-Bezirksrätin Inge Arzon fordert daher Designer-Toiletten in Parks und auf Spielplätzen. Arzon: „Genügend öffentliche Toiletten sind eine Selbstverständlichkeit für eine Stadt, die auf ihren Ruf Wert legt. Warum nicht das Nützliche mit dem City-of-Design-Konzept verbinden und Einrichtungen schaffen, die allen Grazerinnen und Grazern zugute kommen? Das Geld dafür ist ganz offensichtlich da!“ Außerdem spreche es nicht gerade für den Grazer Bürgermeister, wenn er berechtigte Anliegen der Kinder nicht gebührend ernst nehme.

Rückfragehinweis: KPÖ-Bezirksrätin Inge Arzon 0664 87 38 448

23. Oktober 2009