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Diabetes-Nannys für die Steiermark

"Es ist hoch an der Zeit, dass chronisch kranke Kinder vom Land unterstützt werden“, so KPÖ-Gesundheitssprecherin Elke Heinrichs.

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Kinder die an Diabetes oder anderen chronischen Krankheiten leiden sollen in den jeweiligen Bildungseinrichtungen vom Land Steiermark unterstützt werden.

In der gestrigen Behindertenbeiratsitzung der Stadt Graz (4. 3. 2020) hat sich Helmut Thiebet, Bundesvorsitzender der ÖDV (Österreichische Diabetikervereinigung) dringend um Hilfe an den Beirat gewandt.

Gefordert wurde, dass die seit langem lebensnotwendige professionelle Kinderkrankenpflegehilfe für Kinder in Kindergärten und Schulen zur Betreuung für Typ 1 Diabetes Kinder umgehend eingerichtet wird.

„Die Forderung zeigt, wie wichtig und dringlich dieses Anliegen ist“, sagt KPÖ-Gesundheitssprecherin Elke Heinrichs und erinnert: „Bereits in der GR-Sitzung vom 11.April 2019 habe ich einen Dringlichen Antrag (Petition an die Steiermärkische Landesregierung) mit der Forderung nach Forcierung der Ausbildung zur entsprechend qualifizierten „Diabetes Nanny“ gestellt.“

Da es in Österreich einen massiven Mangel an Pflegepersonal gibt, würden Ausbildung und Einrichtung von „Diabetes Nannys“ und weiterführend „School Nurses“ (in Skandinavien, England und den USA bereits angeboten!) gleichzeitig eine deutliche Aufwertung des Pflegeberufes bedeuten!

Weiters sollen die gesetzliche Grundlage und ein Finanzierungsmodell geschaffen werden, damit betroffenen Eltern bzw. Einrichtungen (Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen) bei Bedarf eine „Diabetes Nanny“ anfordern können. Das Betreuungs- und Lehrpersonal wäre so durch fachgerechte medizinische Leistung gestärkt und entlastet.

Vor den Landtagswahlen wurde auch politisches Interesse seitens der Landesregierung signalisiert, doch ist bislang in der ganz besonders wichtigen Angelegenheit leider nichts gediehen.

„Die KPÖ in Stadt und Land wird auf jeden Fall dranbleiben, denn es muss im Sinne der chronisch kranken Kinder und ihrer betroffenen Eltern ehebaldigst zu einer Lösung kommen!“, so die Gemeinderätin.

5. März 2020