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Elke Kahr: Bei Preisregelung wäre Gaspreisbonus nicht nötig

Beschluss in Graz fällt mit tagelanger Verspätung

Nach tagelangem Hin und Her ist nun auch für die Kunden der Energie Graz ein Gaspreisbonus beschlossen worden. Wenn man auf die exorbitante Preiserhöhung von 17 Prozent verzichtet hätte, dann hätte man sich auch den Bonus sparen können. Jetzt muss man nur auf eine unbürokratische Abwicklung der Rückzahlung hoffen.

Das sagte KPÖ-Stadträtin Elke Kahr am Mittwoch. Die Politikerin wies aber gleichzeitig darauf hin, dass ÖVP und Grüne im Grazer Gemeinderat noch am vergangenen Donnerstag einen Dringlichkeitsantrag der KPÖ abgeschmettert hatten, der sich gegen den Preissprung wendete. Elke Kahr: „Während man für Banken Milliarden locker macht, lässt man nach der Wahl die Masse der Mitbürger mit ihren Sorgen allein und verteuert die Energiekosten sprunghaft. Die Preisexplosion ist wirtschaftlich nicht gerechtfertigt“.

Elke Kahr trat deshalb für eine amtliche Preisregelung bei Energie ein und verwies auf den von KPÖ und SPÖ im Landtag am Freitag gefassten Beschluss, der diese Forderung erhebt: „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Eine amtliche Preisregelung ist unter den gegebenen Umständen der einzig richtige Schritt.“

23. Oktober 2008