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Elke Kahr: Wohnen darf nicht arm machen

Experten warnen vor Kostenexplosion - KPÖ für kommunalen Wohnbau

„Die Alarmrufe von Experten vor einem drohenden Preisschub bei Mietwohnungen sind mehr als berechtigt. Es genügt aber nicht, nur zu warnen. Man muss wirksame Maßnahmen für leistbare Mieten treffen“.
Das sagte die Grazer Wohnungsstadträtin Elke Kahr zu Aussagen des Aufsichtsratschefs der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft Österreichs, Klaus Lugger, bei der Präsentation des "Wohnhandbuches 2010".
Elke Kahr: „Wenn es nicht gelingt, in den Ballungszentren mehr kommunale Wohnungen zu schaffen, wird das Wohnen immer teurer werden. Dabei darf sich die öffentliche Hand nicht auf den Markt verlassen, sondern muss rasch aktiv werden. Wenn die Alternative „Gemeindewohnung“ zu günstigen Mieten fehlt, wird die Immobilienbranche Wohnungsmieten praktisch nach Gutdünken festsetzen können. Das trifft Menschen mit geringem Einkommen und zunehmend auch die Mittelschicht.“
Die KPÖ tritt deshalb für die Wiederaufnahme des kommunalen Wohnbaus ein, wendet sich entschieden gegen die Zweckentfremdung der Wohnbauförderungsmittel und wird in Graz alles unternehmen, damit das vereinbarte kommunale Wohnbauprogramm auch verwirklicht wird. Sehr viel hängt dabei allerdings von ÖVP und Grünen ab.
Elke Kahr: „Wohnen darf nicht arm machen: Das muss die Devise aller sozial gesinnten Kräfte in unserem Land sein.“

18. Februar 2010