Endlich: Jährliche Erhöhung des Pflegegeldes kommt

Robert Krotzer: Jetzt muss der Regress für Mobile Pflegedienste fallen

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„Das wichtigste ist, dass die Menschen so lange es geht in den eigenen vier Wänden bleiben können“, so der Grazer Pflegestadtrat Robert Krotzer (KPÖ).

„Dringend nötig und längst überfällig“, so der Grazer Pflegestadtrat Robert Krotzer (KPÖ), ist die jährliche Erhöhung des Pflegegelds, die im Nationalrat beschossen wurde. „Vor Wahlen entdecken die Parlamentsparteien ihre soziale Ader.“ Ab 1. Jänner wird das Pflegegeld auf Basis der Pensionserhöhung jährlich angepasst. Es wurde 1993 eingeführt – und hat seitdem etwa ein Drittel seiner Kaufkraft verloren.

Krotzer appelliert, in der Pflege-Debatte die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Für ihn geht es darum, dass alle, die Pflege brauchen, menschenwürdig und möglichst selbstbestimmt leben können.

Dass die Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können, ist für den Kommunisten dabei der wichtigste Aspekt. Oftmals sind sie jedoch aus finanziellen Gründen gezwungen, in ein Heim zu gehen, weil sie sich das tägliche Leben nicht mehr leisten können, wenn sie mobile Pflege voll bezahlen müssen. „Deshalb muss auch der Regress für die mobile Pflege dringend abgeschafft werden“, so Krotzer.

„Grazer Modell“ als Vorbild für Entlastung

In Graz wurde vor einem Jahr eine Zuzahlung eingeführt: Egal wieviel mobile Pflegedienste jemand in Anspruch nimmt, es bleibt ihm jedenfalls die Höhe der Mindestpension von 885 Euro für Miete und Lebensalltag.

Wenn Menschen länger zuhause bleiben können, ist das nicht nur gut für sie, sondern auch für die Stadtfinanzen. Ist jemand im Pflegeheim, kostet das die Stadt im Schnitt acht Mal mehr als die mobilen Dienste. Die Entlastung durch das Grazer Modell ist also eine doppelte: für die Menschen - und für das Budget der Stadt.

Die KPÖ fordert, das Erfolgsmodell auf die ganze Steiermark auszuweiten.

3. Juli 2019