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Erbe Herbert Eichholzers hochhalten

Vizebürgermeisterin Elke Kahr: "Das Haus Hilmteichstraße 24 liegt vielen am Herzen"

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Herbert Eichholzer war Architekt und kommunistischer Widerstandskämpfer.

Zahlreiche Grazerinnen und Grazer haben in Reaktion auf die Juni-Ausgabe des „Grazer Stadtblatt“ für den Erhalt des vom Architekten und kommunistischen Widerstandskämpfer Herbert Eichholzer entworfenen Hauses Albrecher-Leskoschek in der Hilmteichstraße 24 unterschrieben.

Dass man sich jetzt wieder an die Leistungen von Herbert Eichholzer als Architekt und als Widerstandskämpfer und an die Geschichte des Hauses erinnert, ist nicht zuletzt Heimo Halbrainer, Eva Klein und Antje Senarclens de Grancy zu verdanken, die die Erinnerungen mit einem architektur- und zeitgeschichtlichen Buch über das Haus und seine BewohnerInnen wieder haben aufleben lassen.

Darüber hinaus hat die KAGes signalisiert, das Andenken an Herbert Eichholzer zu wahren. Das stimmt Vizebürgermeisterin Elke Kahr versöhnlich. „Wir sind mit Verantwortlichen der KAGes in Kontakt und es freut uns, dass es Gespräche darüber geben wird, auf welche Weise das Erbe Herbert Eichholzers hochgehalten werden kann, auch wenn nicht das ganze Haus erhalten bleiben wird“, sagt Kahr.

Das Haus Albrecher-Leskoschek war eine wichtige Arbeit des Architekten Herbert Eichholzer. 1937 entstanden, war es das Heim von Herma Albrecher, die mit dem fortschrittlichen Künstler Axl Leskoschek liiert war. Finanziert wurde es vom Miteigentümer des Warenhauses Kastner&Öhler, Albert Kastner.

Wichtig wurde es aber vor allem als eine Anlaufadresse für den demokratischen Widerstand, zuerst gegen den Ständestaat, dann für die -vergeblichen – Versuche, die Annexion Österreichs durch Hitlerdeutschland abzuhalten und schließlich für die illegale Arbeit von Herbert Eichholzer gegen die Herrschaft der Nazis und für die Befreiung Österreichs.

26. August 2016