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„Erfreuliche Holding-Bilanz und Preissteigerungen passen nicht zusammen!“

KPÖ-Sikora über die Öffi-Tariferhöhungen ab 1. Juli

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Als „eine gewaltige Ohrfeige“ und einen „Anschlag auf die ohnehin schon schlechte finanzielle Situation für Menschen und Familien mit geringem Einkommen“ bezeichnet KPÖ-Gemeinderat Christian Sikora die bevorstehenden Tariferhöhungen bei den Graz Linien per 1. Juli. „Die für diese Teuerung Verantwortlichen sagen, dass die Erhöhung nur „ein paar Euro“ ausmachen würde. Was das für die Menschen bedeutet, die derzeit mit Preissteigerungen, Tarif- und Gebührenerhöhungen auf allen Ebenen sowie mit Einschnitten im Sozialbereich konfrontiert werden, können sie sich offenbar nicht vorstellen“, so Sikora.

Der Gemeinderat verweist auf Berichte über die letzte Holding-Bilanz, die einen operativen Gewinn von 37,7 Millionen aufweist. „Diese Jubelmeldungen über eine erfreuliche Holding-Bilanz passen mit den anstehenden fünfprozentigen Tariferhöhungen so gar nicht zusammen!“

Die jährlich zulässige Erhöhung der Tarife im Verkehrsverbund um das 1,75-fache der Inflation muss dringend revidiert werden. Eine Reform der Tarifstruktur im Interesse aller Fahrgäste und einer effektiven Feinstaubreduktion ist unumgänglich! In anderen Städten, wie etwa in Wien oder Linz hat man längst umgedacht.

„Machen wir es doch ganz einfach dem Vorbild Linz nach. Dort wird die Jahreskarte mit einer sogenannten „Umweltsubvention“ von 100 Euro gefördert und kostet für Linzerinnen und Linzer nur 285 Euro, in Graz: 399 Euro! Das muss doch auch in Graz möglich sein“, so der Appell des Gemeinderates.

25. Juni 2014