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Explosion der Wohnungskosten ist Folge der Aushöhlung des Mietrechts

Elke Kahr fordert Mietzinsobergrenzen für alle Wohnungen und Kautionsfonds

„Die Preise für Wohnungsmieten sind in den letzten 5 Jahren um 20,2 Prozent gestiegen. Dieses Ergebnis einer Untersuchung der AK bestätigt unsere tagtäglichen Erfahrungen: Die Wohnungskosten werden für immer mehr Menschen zu einem großen Problem.“
Das stellte die Grazer Wohnungsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) am Donnerstag fest.
Die KPÖ-Politikerin: „Diese Entwicklung ist auch ein Ergebnis der jahrelangen Aushöhlung des Mietrechtes im Sinne der Hausbesitzer. Zu den von der AK festgestellten Problemen kommt noch die Tatsache, dass sich viele Menschen die hohen Kautionen beim Bezug einer Wohnung nicht leisten können.

Die KPÖ tritt für folgende Maßnahmen ein, um diese Entwicklung umzukehren:

· Klar festgelegte Mietzinsobergrenzen für alle Wohnungen, um Mietzinswucher zu unterbinden.
· Abschaffung der Vergebührung von Mietverträgen.
· Klare Obergrenzen für Kautionen (derzeit werden bis zu fünf Monatsmieten verlangt).
Schaffung eines Kautionsfonds für Menschen mit geringem Einkommen.
· Wiederaufnahme des Sozialen Wohnbaus.

4. Oktober 2007