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Fernwärme: Protest gegen Teuerung

KPÖ-Bergmann stellt Antrag im Gemeinderat

Den Stopp der Erhöhung der Fernwärmetarife in Graz fordert KPÖ-Klubobfrau Ina Bergmann in einem Gemeinderatsantrag. Darin werden Bürgermeister Nagl und Vizebürgermeisterin Rücker als EigentumervertreterInnen ersucht, sich bei der Energie Graz für dieses Ziel stark zu machen.

Am 1. Juni 2011 wurden in Graz die Fernwärmetarife um 4,6 Prozent erhöht, im kommenden Jahr sollen diese nochmals um 4,4 Prozent steigen.

Gleichzeitig verabschiedete der Gemeinderat die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung der Feinstaubbelastung und kündigte gemeinsam mit der Energie Steiermark den großzügigen Ausbau des Fernwärmenetzes in Graz an. Es ist sogar von einer Fernwärmeanschlusspflicht unter bestimmten Umständen in Zukunft die Rede.

Wir sehen den Ausbau des Fernwärmenetzes ist Graz als positive Maßnahme im Kampf gegen die Feinstaubbelastung, sie darf aber nicht dazu führen, dass die Heizkosten für die BürgerInnen in Zukunft nicht mehr leistbar sein werden. BürgerInnen, welche bereit sind eine Umstellung auf Fernwärme zu finanzieren, werden somit noch bestraft.

In einer Zeit in der ein Großteil der Menschen in Österreich mit Belastungspaketen von Bund und Land Steiermark, sowie mit Gebührenerhöhungen vor Ort zur Kasse gebeten werden, ist es legitim, die Frage zu stellen, ob die Energiewirtschaft auch ihren Beitrag leisten kann und mit weniger Gewinnen zufrieden ist.

Ina Bergmann: „Das Argument, dass die Energie Graz - auf Grund der Kosten gezwungen wäre, diese Erhöhungen vorzunehmen, können wir nicht ganz nachvollziehen.
Solange die Energiewirtschaft sehr viel Geld als Sponsoring für Events ausgeben kann und satte Gewinne erzielt, wird es auch möglich sein, auf eine jährliche Erhöhung der Fernwärmetarife zu verzichten.“

9. Juni 2011