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Finanzielles Abenteuer Murkraftwerk

Elke Kahr erneuert Forderung nach Ausstieg - Keine Steuermittel verschwenden

" Die Probleme rund um die Finanzierung des geplanten Murkraftwerkes Graz- Puntigam dürften für die Energie Steiermark weit größer sein als öffentlich zugegeben. Am vernünftigsten wäre es daher, das umstrittene Projekt aufzugeben statt zu überlegen, welche Geldquelle aus Steuergeldern man noch zusätzlich anzapfen könnte."

Das sagte die Graz KPÖ- Stadträtin Elke Kahr am Samstag zur Zeitungsmeldung, wonach die Betreiber noch mehr Millionen vom Bund fordern. Außerdem wurde bekannt, dass die Entscheidung über Baubeginn oder Stopp des Projektes weiter hinausgeschoben worden ist.

Elke Kahr: "Die Investoren geben sich anscheinend doch nicht die Türschnalle in die Hand. Die Bedenken der Umweltschützer und auch der KPÖ stellen sich, was die Unwirtschaftlichkeit des Projektes betrifft, als berechtigt heraus. Darüber hinaus wäre es auch ein enormer Schaden für die Umwelt.
Bis zu 10.000 Bäume sollen fallen, zahlreiche Tierarten vernichtet werden, Gutachter haben das Kraftwerksprojekt als eines der unwirtschaftlichsten aller Laufwasserkraftwerke Österreichs eingestuft. Die Kosten dafür werden früher oder später der Öffentlichkeit überantwortet werden."

Man muss auch daran erinnern, dass ÖVP, SPÖ und FPÖ in Graz die Kritik am Murkraftwerk immer als unberechtigt abgetan haben. Jetzt sollten sie von Bürgermeister Nagl abwärts einsehen, dass es vernünftiger ist, die Notbremse zu ziehen als irgendwo zusätzliche Millionen Euro an Steuergeldern auftreiben zu wollen.
Im Budget der Stadt Graz ist dafür jedenfalls kein Geld vorhanden."

21. Mai 2016