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Flüssiggas-Station: Wieder bei Stunde Null (Kleine Zeitung)

Anfrage der KPÖ löste Diskussion im Gemeinderat aus

Flüssiggas-Station: ÖBB bauen weiter
Keine politische Lösung für die Anrainer am Ostbahnhof in Sicht.

Wir sind wieder bei der Stunde null angekommen. Alle bisherigen Bemühungen sind versandet, die Politik agiert hier einfach zu lahmarschig." Deutliche Worte fand Grün-Gemeinderätin Lisa Rücker im Rahmen der gestrigen Gemeinderatssitzung zur umstrittenen Flüssiggas-Umladestation der ÖBB am Ostbahnhof.

Trotz zahlreicher Versprechungen seitens des VP-Bürgermeisters Siegfried Nagl konnte bis heute keine Alternativlösung mit den ÖBB gefunden werden, kritisierte die KPÖ. Und: "Trotz verkündeten Baustopps arbeiten die Bundesbahnen am Ostbahnhof weiter an der Umladestation", so KP-Verkehrssprecher Johann Slamanig.

Die ÖVP räumte ein, dass es schwierig ist, eine Ausweichmöglichkeit zu finden. Branddirektor Otto Meisenberger fordert von den ÖBB eine automatische Lösch- und Brandmeldeanlage als Mindestanforderung ein. Meisenberger: "Aber selbst dann ist das Restrisiko noch sehr hoch. Ich verstehe nicht, warum diese Umladestation mitten im Wohngebiet sein muss." Das Tanklager für Benzin sei sicherheitstechnisch kein Problem.

Auch Vizebürgermeister Walter Ferk nahm Bürgermeister Nagl in die Pflicht: "Die Feuerwehr kann mit noch so strengen Auflagen an die ÖBB kein politisches Problem lösen."

(Kleine Zeitung, Region Graz, 16. 3. 07)

16. März 2007