Förderkürzungen bei der Stadtteilarbeit des SMZ

Stadträtin Elke Kahr: "Jahrelange Aufbauarbeit darf nicht zunichte gemacht werden"

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Gemeinsame Aktivitäten von Bewohnern, wie z. B. das Garteln, Nachhilfeangebote, Infos und Beratung zählen zum Angebotsspektrum von Stadtteilzentren und sorgen für sozialen Zusammenhalt. Im Bild Blumenkisterl vor dem Stadtteilzentrum Triester -

2015 wurde das „Leitbild für Stadtteilarbeit in Graz“ einstimmig im Gemeinderat beschlossen. Als Ziele wurden der weitere Ausbau und die Sicherstellung von Anlaufstellen und Einrichtungen zur nachhaltigen Sicherung des sozialen Friedens in den einzelnen Siedlungen und Stadtteilen definiert.

Im Mai des Vorjahres wurde das Stadtteilzentrum im Schönauviertel im Bezirk Jakomini eröffnet. „Dass das Stadtteilzentrum im Schönauviertel eingerichtet wurde, ist auf den ausdrücklichen Wunsch des Bezirksrates Jakomini zurückzuführen“, weiß Stadträtin Elke Kahr, die darauf verweist, dass Stadtteilarbeit gerade in diesem Gebiet sehr wichtig ist. „Mit dem SMZ Liebenau konnte hier ein solider Träger gefunden werden. Über die Qualität der Arbeit des SMZ in den Bezirken Liebenau und Jakomini gibt es keine Zweifel. Wenn jetzt aber die Fördergelder gekürzt werden, kommt das einer Sanktion gleich.“

Die Arbeit im Stadtteilzentrum Jakomini ist gerade erst angelaufen. „Bleiben die Mittel aus, wird hier die jahrelange Aufbauarbeit zunichte gemacht“, so Kahr.

Stadtteil- und Nachbarschaftszentren bieten der Bewohnerschaft vor Ort niederschwelligen Zugang zu verschiedensten Angeboten, von Beratungen und Veranstaltungen über gemeinsame Sport- und Freizeit-Unternehmungen und Ausflüge, Nachhilfestunden für Kinder und Reparaturcafés bis hin zur Vermittlung bei Konflikten. „Das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen ist bei der Stadtteilarbeit ein ausgesprochen positives“, sagt Stadträtin Elke Kahr. „Hier geht es um 11.000 Euro, einen vergleichsweise geringen Betrag, dessen Investition sich in sozialem Frieden und guter Nachbarschaft im Wohnumfeld niederschlägt.“ Kahr appelliert an Stadtrat Eustacchio, die Entscheidung noch einmal zu überdenken.

 

 

20. September 2017