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Für interkulturellen Kindergarten Graz

Antrag der KPÖ gegen die Stimmen der FP angenommen

Im 16. Jahr seines Bestehens befindet sich der Interkulturelle mehrsprachige Kindergarten in der Schützgasse 20 in einer äußerst prekären finanziellen Situation. Trotz Personalreduktion und Arbeitszeitkürzung fehlen für dieses Jahr über 70.000 Euro, um den laufenden Betrieb überhaupt weiterführen zu können. Eine Unterstützung ist dringend erforderlich, denn ohne eine entsprechende Basisfinanzierung ist der Fortbestand des Kindergartens nicht mehr zu gewährleisten. Der interkulturelle mehrsprachige Kindergarten leistet wichtige Arbeit in unserer Stadt und hat darüber hinaus auch Modellcharakter für das Land. Er ist nicht nur als Bildungseinrichtung zu sehen, sondern auch als interkulturelles, kulturpolitisches Sozial- und Bildungsprojekt. Im Vordergrund der Arbeit steht die kulturelle und sprachliche Vielfalt. So besuchen 50% Kinder mit deutscher und 50% Kinder mit nichtdeutscher Erstsprache bzw. zwei Familiensprachen diese Einrichtung. Einen besonderen Stellenwert hat vor allem auch die begleitende und integrative Sprachförderung für Kinder, die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben. Ergänzend dazu wird nach Möglichkeit auch eine muttersprachliche Begleitung von Kindern mit nichtdeutscher Erstsprache angeboten. Die Verbindung von Spiel, Spaß und Bildung im interkulturellen Kontext sind ein Beispiel für praktizierte Integrationsarbeit. Der Weiterbestand dieser gesellschaftspolitisch wichtigen Arbeit muss gesichert werden.

Gemeinderätin Mag.a Ulrike Taberhofer (KPÖ) stellte deshalb den Dringlichen Antrag, die Stadt Graz möge im Petitionsweg die Steiermärkische Landesregierung auffordern, eine Basisfinanzierung für den Interkulturellen mehrsprachigen Kindergarten zu prüfen und zu beschließen.

Dem Antrag wurde mit Mehrheit - gegen die Stimmen der FPÖ -zugestimmt.

10. April 2008