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Ganz Liebenau arbeitslos!

Gemeinderat Luttenberger zu neuen Negativwerten bei Arbeitslosenzahlen in Graz

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KPÖ und GLB protestieren gegen längere Arbeitszeiten. Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit sehen anders aus! - (Kurt Luttenberger bei einer Demo, 2. v. re.)

Die Augustzahlen bei Arbeitslosigkeit in Graz sind so hoch (14.538 Personen), dass z. B. fast die Gesamtbevölkerung des Bezirkes Graz-Liebenau ohne Arbeit wäre – so KPÖ Gemeinderat Kurt Luttenberger. Für betroffene über 50igjährige sowie für Jugendliche werden offene, vollwertige Arbeitsplätze zur Mangelware, in der Produktion stagnieren in Graz, der zweitgrößten österreichischen Stadt, ebenfalls die offenen Stellen; auch LeiharbeiterInnen werden derzeit kaum noch benötigt.

„Ich muss leider mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, dass sich weder die Führung der Grazer SPÖ noch der steirischen. Landessozialdemokraten für die Fragestellung „wirksame Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Graz“ interessiert. Die Menschen sind es schon leid, immer nur Ankündigungen und vage Versprechungen (Stickwort: eigenes „Büro für Arbeit“ in Graz) zu hören“, so GR Luttenberger.

Luttenberger wiederholt das Angebot an die Grazer-VP/FP/SP Stadtregierung, den im Juli von ihnen abgelehnten KPÖ-Initiativantrag nochmals aufzugreifen. Der KPÖ-Gemeinderat hatte ja gefordert, eine “Regionalkonferenz 2013 zur Erstellung eines Arbeitsplatzkonzeptes“ für Graz abzuhalten. Dazu sollten WK, AMS, Bundessozialamt, AK, ÖGB sowie Fachleuten und Interessent/innen eingeladen werden mit dem Ziel, rasch für alle vertretbare Lösungen zu formulieren und einen Forderungskatalog an Land und Bund zu erarbeiten.

Die von Kurt Luttenberger geschilderte Problemlage erschien den drei Regierungsparteien als nicht dringlich genug für eine solche Maßnahme!

Kurt Luttenberger: „Es ist einfach eine Schande und beschämend, dass eine Stadt wie Graz mit so vielen bedeutenden Titeln es sich offenbar leisten möchte, 'sozial abzusandeln'."

4. September 2013