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Gas und Fernwärme werden rasant teurer

Elke Kahr: "Politiker haben tägliche Sorgen der Leute vergessen"

Scharfen Protest gegen die Erhöhung der Gaspreise und der Fernwärmetarife durch die Energie Graz erhebt die Grazer Wohnungsstadträtin Elke Kahr: „Ich weiß aus meiner täglichen Beratungstätigkeit Erfahrung, dass sich sehr viele Menschen schon heute die Heizkosten nicht mehr leisten können. Die Teuerung macht ihnen das tägliche Leben ohnehin schon schwer genug. Jetzt wird mit 15. November Gas um 17 Prozent teurer, der Preis für Fernwärme soll um 9,3 Prozent steigen.
Wie stellen sich das die Manager und die Politiker eigentlich vor? Sie reden dauernd von den Vorteilen der Ausgliederung von städtischen Betrieben und vom Umsteigen auf umweltfreundliche Energieformen. Jetzt erleben die Leute, dass nach dem Verkauf des Energiebereichs der Stadtwerke ein Tarifsprung nach dem anderen kommt. Und gerade Fernwärme und Gas werden teurer.
Während man für Banken Milliarden locker macht, lässt man nach der Wahl die Masse der Mitbürger mit ihren Sorgen allein und verteuert die Energiekosten sprunghaft. Die Preisexplosion ist wirtschaftlich nicht gerechtfertig, sie dient einzig den Managern, den Bilanzen und sie erfolgt im Einverständnis mit den Grazer Spitzenpolitikern von ÖVP, Grünen – und wie das Beispiel der Preisexplosion bei der ESTAG zeigt, auch der SPÖ.
Die Energie Graz, an der die Energie Steiermark und die Grazer Stadtwerke AG je 49 Prozent sowie die Stadt Graz zwei Prozent halten, hat 16.000 Gas- und 35.000 Fernwärmekunden.

15. Oktober 2008